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Huawei X Gentle Monster Eyeware II: Kraftloses Monster

Die Huawei X Gentle Monster Eyewear II nimmt eine gute Idee auf und setzt sie, na ja, nicht ganz so gut um.

Marc Kowalsky

crashtest_huawei_sonnenbrille
crashtest_huawei_sonnenbrille Felice Bruno fΓΌr BILANZ

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Die chinesische Hightechfirma Huawei kennt man hierzulande hauptsΓ€chlich als Hersteller von Smartphones und Mobilfunkanlagen – und natΓΌrlich wegen der Sanktionen, die Ex-PrΓ€sident Trump im Handelskrieg verhΓ€ngt hat (Joe Biden hat sie bisher nicht aufgehoben) und die die Firma ausserhalb des Heimmarkts zunehmend in BedrΓ€ngnis bringen. Weniger bekannt ist Huawei hierzulande als Hersteller von Wearables. Das kΓΆnnte sich nun Γ€ndern mit der Huawei X Gentle Monster Eyewear II.
Der Bandwurmname entspringt der Zusammenarbeit mit dem sΓΌdkoreanischen Brillenhersteller Gentle Monster. Huawei greift dabei die – clevere – Idee von Bose auf, Lautsprecher in einer Sonnenbrille unterzubringen. Die Brille gibts in vier optisch allesamt schlichten Versionen. Dass sie voller Technik stecken, sieht man ihnen nicht an. Meine Variante namens Β«Smart LangΒ» ist mit 42 Gramm Gewicht auch nicht sonderlich schwer und trΓ€gt sich bequemer als so ziemlich alle Ohr- und KopfhΓΆrer, die ich kenne.
Mit diesen mithalten kann die Lautsprecherbrille jedoch nicht, wenn es um die TonqualitΓ€t bei Musikwiedergabe geht. Die BΓ€sse sind noch halbwegs okay, doch sonst klingt der Sound dumpf und dΓΌnn – kein Vergleich mit dem Schalldruck, den OhrhΓΆrer erzeugen kΓΆnnen (von KopfhΓΆrern wollen wir gar nicht erst reden). Setzt man die Brille ab, pausiert die Musik bis zum Wiederaufsetzen – das klappt nicht immer.

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Huawei X Gentle Monster Eyeware II

Info: consumer.huawei.com/ch
Preis: 349 Franken
Bewertung*: β˜…β˜…β˜…

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*β˜… Technoschrott β˜…β˜… verzichtbar β˜…β˜…β˜… nice to have β˜…β˜…β˜…β˜…cool β˜…β˜…β˜…β˜…β˜…wegweisend
Besser gefΓ€llt mir die Brille beim Telefonieren: Der GesprΓ€chspartner ist zwar nicht laut, aber in der Regel deutlich verstΓ€ndlich, auch weil UmgebungslΓ€rm durch inverse Schallwellen reduziert wird. Aber natΓΌrlich hΓΆrt der Sitznachbar alles mit. Gut gelΓΆst hat Huawei die Bedienung: Per BerΓΌhrung oder Wischen am Gestell lassen sich Anrufe entgegennehmen, die LautstΓ€rke verΓ€ndern, Songs auswΓ€hlen und der Sprachassistent aufrufen.
Der Akku reicht offiziell fΓΌr fΓΌnf Stunden Dauernutzung, bei mir hat er sogar etwas lΓ€nger durchgehalten. Das klobige Brillenetui ist gleichzeitig Ladestation, verzichtet aber auf einen eigenen Akku – unverstΓ€ndlich. Lobenswert dagegen: Nicht nur Android, auch iOS wird unterstΓΌtzt. Und sogar die Gesichtserkennung des Handys funktioniert, wenn man die Brille auf der Nase trΓ€gt. Nur die Aufforderung Β«Brille aktualisierenΒ» hΓ€tte ich eher von meinem Optiker erwartet als von meinem Smartphone.
Fazit: Von der Idee bin ich noch immer angetan. Aber die Umsetzung gelingt Huawei weniger gut als Bose mit ihren Frames. Und die sind auch noch gΓΌnstiger.

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Kowalskys Crashtest Palm
Felice Bruno fΓΌr BILANZ
Kowalskys Crashtest Palm
Felice Bruno fΓΌr BILANZ

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Über die Autoren
Marc Kowalsky
Marc Kowalsky
Stv. Chefredaktor bei BILANZ und ein versierter Kenner der Wirtschaftswelt.

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