Die Masterminds im Milliarden­geschäft

Who is Who der Uhrenbranche 2026

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Adrian Bosshard
2020 wechselte der Ex-Motorradrennfahrer von Certina zu Rado. Die Marke mit den kratzfesten Gehäusen aus Keramik macht durch Kollaborationen mit Designern wie Alfredo Häberli und Konstantin Grcic auf sich aufmerksam.
Alain Delamuraz
Seit seinem Antritt als CEO 2021 hat er die Marke auf höchste Exklusivität in Form von Einzelanfertigungen mit Durchschnittspreisen von einer halben Million getrimmt. Die jährliche Produktion liegt bei rund 50 Stück.
Alessandro Bogliolo
Bogliolo lebt in New York; vor seiner Ernennung 2022 zum Nachfolger von Jasmine Audemars war er CEO von Tiffany.
Alfred «Fredy» Gantner
Der Mitgründer der Partners Group, die mit 51 Prozent an Breitling beteiligt ist, ist auch als Privatperson an der Grenchner Marke beteiligt.
Ben Küffer
Er gründete 2018 gemeinsam mit dem ehemaligen NHL-Star Mark Streit Norqain. Die Marke steht für sportliche Mechanikuhren aus mitunter exotischen Materialien.
Benjamin Comar
Comar übernahm im Juni 2021 die Leitung der Uhren- und Schmuckmarke Piaget. Davor war er CEO beim Juwelier Ripossi. Nun soll er bei Piaget das lukrative Schmuckgeschäft weiterentwickeln.
Benoit de Clerck
Nach 20 Jahren bei verschiedenen Richemont-Brands wechselte er 2024 zu LVMH und wurde CEO von Zenith. Er gilt als Verkaufs- und Marktspezialist, weniger als visionärer Produktentwickler.
Benoît Mintiens
Er ist eigentlich Industriedesigner und startete 2014 mit einem Prototyp an der Baselworld. Seine Uhr ohne Zeiger hat Kultstatus errungen und gehört zu den wenigen Kreationen, deren Design sich nicht im Geringsten an historischen Vorbildern orientiert. Das Innenleben ist mechanisch mit innovativen Lösungen.
Bernard Arnault
Sie war von 2018 bis 2024 CEO von Jaeger-LeCoultre und übernahm im September 2024 von Nicolas Bos die Verantwortung für die schöne Marke Van Cleef & Arpels.
Béatrice Goasglas
Goasglas ist eine Senkrechtstarterin. Sie fing 2018 bei TAG Heuer als VP Digital & Client Experience an und stieg kurz darauf zum Managing Director TAG Heuer Asia Pacific auf und 2023 zur Präsidentin von TAG Heuer Americas. Davor war sie unter anderem bei Sephora, L’Oréal und The Kooples.
Carl Elsener
Der Taschenmesserfabrikant aus Ibach, zunehmend auch bekannt für Reiseaccessoires, stellt robuste Uhren wie die unverwüstliche Modellreihe I.N.O.X. her.
Caroline Scheufele
Als Kreativchefin von Chopard verantwortet sie den Schmuck des Genfer Luxuslabels und sorgt für Glamour: Chopard liefert die Palme d’Or der Filmfestspiele von Cannes. Scheufele prägt den Auftritt der Marke dort als Gastgeberin und mit ihren Kreationen entscheidend mit.
Catherine Rénier
Sie war von 2018 bis 2024 CEO von Jaeger-LeCoultre und übernahm im September 2024 von Nicolas Bos die Verantwortung für die schöne Marke Van Cleef & Arpels.
Christine Stucki
2020 übernahm sie die Bucherer-Tochter Kurz. Seither ist sie die zweitgrösste Mitspielerin im Schweizer Uhren- und Schmuckgeschäft.
Christoph Grainger-Herr
Er löste 2017 Georges Kern ab, als dieser den Konzern verliess. Legt den Fokus auf Technik und Engineering und Ikonen wie die Ingenieur und die Big Pilot.
Claudine Gertiser-Herzog
Die Tochter des langjährigen Oris-Chefs und heutigen Präsidenten Ulrich Herzog verantwortet bei der Hölsteiner Marke die Dossiers Finanzen, Personal und IT.
Claudio D’Amore
Er gründete 2016 mithilfe von Kickstarter seinen Microbrand, den er nicht über den klassischen Retail, sondern über eine sorgfältig gepflegte Community, die bei der Schaffung von Neuheiten ein Mitspracherecht hat, vertreibt.
Clemens Gisler
Er war bei IWC und Rolex und ist seit 2023 CEO von Kenissi, die zur Mehrheit Tudor und zu 20 Prozent Chanel gehört. Beliefert werden auch Drittmarken wie Breitling, Fortis, Norqain, TAG Heuer, Bell & Ross und Ultramarine.
Cyrille Chatel
Der Ex-COO des Unternehmens übernahm per April 2026 die CEO-Position von La Joux-Perret von Jean-Claude Eggen. Zuvor war in Führungsfunktionen bei Cartier und TAG Heuer tätig und gilt als operativ starker Industriemanager.
Damiano Casafina
Er ist seit 2021 CEO des grössten Werkherstellers im Land. Die Swatch-Group-Tochter mit Sitz in Grenchen und schweizweit zehn Produktionsstandorten stellt Quarz-, mechanische und Swatch-Uhrwerke her. Konzernmarken haben Priorität, aber es werden auch andere Uhrenproduzenten beliefert.
David Chaumet
Er kehrte 2024 von Baume & Mercier zu Roger Dubuis zurück, der Marke mit dem Fokus auf Haute Horlogerie in futuristischem Gewand.
Dieter Pachner
Der gebürtige Österreicher ist seit 2025 im Amt und seit 2008 für die Swatch Group tätig, zuletzt als Vice President Sales von Glashütte Original.
Dominique Renaud
Er gründete in den 1990er-Jahren gemeinsam mit Giulio Papi das Entwicklungsbüro Renaud & Papi, das unterdessen in Audemars Piguet integriert ist. Er hat das Unternehmen verlassen, um unabhängig zu bleiben. Im März 2026 startete er den eigenen Uhrenbrand Dominique Renaud.
Edouard Meylan
Er hat die 2005 wiederbelebte Manufaktur zur begehrten Sammlermarke gemacht. Eigene Uhrwerke, aufwendige Zifferblätter und gelegentlich eine Prise Humor würzen die hochwertigen Zeitmesser.
Elie Bernheim
Der Enkel des Firmengründers hat der Marke mit coolen Designs und Zitaten aus der Uhrengeschichte zu neuem Leben verholfen. Günstige Preise machen die Uhren des nun 50-jährigen Unternehmens auch für ein jüngeres Publikum attraktiv.
Emmanuel Perrin
War von 2017 bis 2025 Head of Specialist Watchmakers, wo er die Distribution der klassischen Uhrenmanufakturen des Konzerns leitete, eine Stelle, die nach seinem Wechsel zu Panerai nicht neu besetzt wurde. Er arbeitet seit 1992 für Richemont.
Eric Pirson
Er führt Tudor seit 2016 – als verlängerter Arm von Rolex-Chef -Dufour, der sich offenbar auch dort einbringt.
Fabien Schirmer
Er führt den grössten Schweizer Hersteller von Quarzwerken mit Sitz in Lausen BL seit 2017. Das Unternehmen in Familienbesitz zählt fünf Tochtergesellschaften in der Schweiz, Hongkong und Thailand und beschäftigt rund 1400 Mitarbeitende.
Felix Baumgartner
Der Uhrmacher aus Schaffhausen verbindet traditionelle Uhrmacherkunst mit innovativer Zeitanzeige.
Florent Perrichon
Er übernahm im Januar 2025 das Ruder der Marke. Davor war er acht Jahre lang CEO von Travel Sentry, einem Spezialisten in Sachen Sicherheitsstandards für Reisegepäck. Seit 2013 ist er auch Verwaltungsrat von Laurent Ferrier.
Francesca Ginocchio
Ginocchio ist seit 2000 bei der Swatch Group, war in verschiedenen Funktionen. Seit Oktober 2025 ist sie CEO von Hamilton.
Franz Linder
Linder trägt bei der Swatch Group gleich zwei Hüte. Einerseits ist er CEO von Mido, der Marke mit der Designikone Commander, anderseits von Union Glashütte, der kleinen Schwester von Glashütte Original.
François-Henri Pinault
Nach dem Verkauf von Girard-Perregaux und Ulysse Nardin 2022 bleibt dem Konzern im Bereich Uhren nur noch Gucci.
François-Paul Journe
Die Uhren des begnadeten Uhrmachers erzielen an Auktionen Höchstpreise. Chanel ist zu 20 Prozent am Unternehmen beteiligt.
Frédéric Grangié
Er arbeitet eng mit dem Chefdesigner Arnaud Chastaingt zusammen, um Klassiker wie Première und J12 laufend zu aktualisieren.
Georges Kern
Mit dem Kauf von Universal Genève und der noch unbekannten Marke Gallet plant er, Breitling zu einer Uhrengruppe zu machen.
Giorgio Sarné
Der Italiener ersetzte im November 2024 Nicolas Baretzki. In der Vergangenheit hatte Sarné für so unterschiedliche Unternehmen wie Veuve Clicquot, TAG Heuer und Stuart Weitzman gearbeitet. Die Uhrensparte der Maison führt seit 2021 Laurent Lecamp.
Gregory Kissling
Bevor er im Oktober 2024 CEO wurde, war er 20 Jahre für Omega in der Produktentwicklung tätig. Dank Abschluss an der Ecole d’Ingénieurs HES Le Locle hat er ein profundes Verständnis für Uhrentechnik und Materialkunde. Zwei Fähigkeiten, die bei der Wiederbelebung von Breguet eine grosse Rolle spielen.
Guido Terreni
Bevor er 2021 kam, hatte die Marke als altbacken und teuer gegolten. Er modernisierte Parmigiani, ohne sich komplett von der etablierten Formensprache zu verabschieden. Parmigiani Fleurier gehört der Fondation Sandoz.
Guido Zumbühl
Nach der Übernahme durch Rolex bleibt er an der Spitze von Bucherer, einem der grössten Retailer der Welt. Den Chefposten hat er seit 2009.
Ilaria Resta
Sie steht seit Anfang 2024 an der Spitze des Familienunternehmens und feierte 2025 das 150-Jahr-Firmenjubiläum. Resta kam als Quereinsteigerin aus den Kaderschmieden Procter & Gamble und Firmenich.
Jean Arnault
Der jüngste Sohn von Bernard Arnault ist seit 2022 Chef der Uhrenmarke Louis Vuitton. Als Uhrenenthusiast kann er mit der Genfer Fabrique du Temps, die zum Konzern gehört, seine Passion ausleben. Davon profitieren auch die beiden Haute-Horlogerie-Marken Daniel Roth und Gérald Genta, die Arnault wiederbelebt hat.
Jean-Christophe Babin
Diesen Job übernahm er 2025 von Frédéric Arnault, der CEO von Loro Piana wurde. Nun rapportierten die CEOs von Hublot, TAG Heuer und Zenith an Babin, im Hauptamt CEO von Bulgari. Er geht im Sommer in Rente. Bei Bulgari folgt Laura Burdese, bei LVMH Watches Jean Arnault.
Jean-Frédéric Dufour
Ist einer der «Biver Boys», die bei Jean-Claude Biver das Unternehmerhandwerk lernten. Hat seit seinem Antritt als CEO 2014 Rolex verjüngt, sich mit Bucherer einen der grössten Retailer einverleibt und 2025 mit einer neuen Hemmung die Uhrentechnik revolutioniert.
Jean-Noël Lefevre
Lefevre kam 2019 zum Werkhersteller in Fleurier, der zu drei Vierteln der Fondation Sandoz gehört und hat den Werkebauer neu aufgestellt und auf Kurs gebracht.
Jerôme Lambert
Im Januar 2025 kehrte er zur Marke zurück, die er von 2002 bis 2013 schon einmal geleitet hatte. Dafür gab er seinen Posten als CEO des Richemont-Konzerns auf. Das Gerücht, dass er die Marke mit einem Management Buy-out aus dem Konzern herauslösen will, hält sich hartnäckig.
Johann Rupert
Der Unternehmer aus Südafrika hält rund 10 Prozent am Kapital des börsenkotierten Konzerns mit Sitz in Genf sowie 51 Prozent der Stimmen. Ferner ist er Verwaltungsratspräsident der Holding Remgro, zu der die Hirslanden-Kliniken gehören.
Jonathan Brinbaum
Er übernahm den Posten von Antoine Pin, als dieser 2024 zu TAG Heuer wechselte. Davor verantwortete Brinbaum das Parfumgeschäft der Marke.
Julien Tornare
Er ist ein prominentes Beispiel, wie Karrieren in der Uhrenindustrie verlaufen können. Startete 1997 bei Raymond Weil, wechselte 2000 zu Vacheron Constantin, der er 17 Jahre treu blieb. 2017 kam er zu Zenith und verlieh der Nischenmarke neuen Glanz. 2024 wurde er CEO von TAG Heuer, Monate später CEO bei Hublot.
Jupp Philipp
Der Uhrenfan konnte dank des Erfolgs seiner Familie im Fruchtsaftgeschäft Fortis in Grenchen übernehmen, eine Marke, die bekannt ist für robuste Toolwatches zu vernünftigen Preisen.
Jérôme Biard
Als Chef von Roventa Henex stellt er Swiss-made-Zeitmesser für Dritte her. Das Angebot umfasst alles vom Design über Prototypenherstellung bis zur Serienfertigung.
Jürg Kirchhofer
Er zählt zu den prägendsten Akteuren im Raum Interlaken und ist zudem in Grindelwald, Luzern sowie auf dem Jungfraujoch präsent. Er führt unter anderem eine Cartier-Boutique und je eine für Blancpain und Breguet.
Kari Voutilainen
Er kam erstmals 1986 in die Schweiz, um sich weiterzubilden, und begann 2002, unter dem eigenen Namen in Môtiers Uhren zu fertigen. Durch allmähliches Wachstum und den Zukauf strategisch wichtiger Zulieferer wächst sein Unternehmen ohne die Hilfe externer Investoren.
Karl-Friedrich Scheufele
Er ist Sammler alter Autos und Fan mechanischer Uhren. Auf seine Initiative entstanden die Manufakturen L.U.C und Ferdinand Berthoud sowie eine Uhrwerksfertigung für Chopard in Fleurier.
Laurent Dordet
Dordet hat es seit 2015 in Zusammenarbeit mit dem Kreativchef Philippe Delhotal geschafft, die Uhrensparte des Pariser Luxushauses zu einer Marke aufzubauen, die, dank einer Beteiligung am Uhrwerkhersteller Vaucher, auch von Uhrenenthusiasten ernst genommen wird.
Laurent Perves
Perves kam 2016 als Marketingchef zu Vacheron Constantin, wurde 2021 CCO, und im Januar 2025 übernahm er von Louis Ferla die CEO-Position.
Leonard, Massimo und Masha Dreifuss
Die drei Geschwister (Bild: Leonard Dreifuss) führen die Marke, die ihr 2023 verstorbener Vater Daniel gegründet hat, weiter. Sie verwöhnen Uhrenfans mit Kreativität, Humor und interessanten Kollaborationen.
Louis Ferla
Er war von 2017 bis 2024 CEO von Vacheron Constantin und folgte 2024 auf Cyrille Vigneron, den Mastermind des heutigen Cartier-Erfolgs.
Manuel Emch
Emch wurde von Alain Spinedi als Berater beigezogen und brachte die Marke dank Kollaborationen mit unabhängigen Uhrmachern zurück in die Gewinnzone. Sein eigenes Projekt realisierte er 2020 mit zwei Freunden: Kollokium.
Marc Hayek
Der Sohn von Nayla Hayek ist Präsident von Blancpain, Breguet und Jaquet Droz. Operativ leitet er die Marke Blancpain.
Marc Michel-Amadry
Er kam im Februar 2025 von IWC zu Girard-Perregaux, um die Marke, die in den vergangenen Jahren stark von ihrem einstigen Glanz eingebüsst hat, wieder auf Kurs zu bringen.
Martin Frei
Frei ist Künstler und Designer. Seine von Raumschiffen inspirierten Zeitmesser sind völlig eigenständig.
Maurizio Pisanu
Ihn hat Pinault dem Erzkonkurrenten Arnault abgejagt: Von Louis Vuitton kommend, führt er nun seit 2021 die Gucci-Schmuck- und -Uhrendivision.
Maximilian Büsser
Büsser begann seine Karriere bei Jaeger-LeCoultre und arbeitete erstmals bei Harry Winston mit unabhängigen Uhrmachern zusammen. Seit der Gründung von MB&F 2005 fungiert die Marke als Netzwerk von Zulieferern, den Friends.
Michel Nydegger
Der Stiefsohn von Robert Greubel startete vor rund zehn Jahren als PR-Manager und wurde 2024 CEO. Die Firma mit 130 Mitarbeitenden stellt jährlich rund 200 Uhren im siebenstelligen Preissegment her. Mitgründer Stephen Forsey hat die Marke jüngst verlassen.
Miguel Garcia
Garcia startete als Lagerarbeiter, heute ist er der Patron. Sellita ist für viele Marken der wichtigste Kaliberlieferant. Das SW200, weitgehend ein Klon des legendären Drei-Zeiger-Traktors ETA 2824, ist allgegenwärtig. Sellita baut davon jährlich rund 800’000 Stück.
Muriel Zahn-Beyer
Nach dem Tod ihres Bruders René Beyer vor einem Jahr übernahm sie das Ruder der renommierten Boutique. Das Uhrengeschäft, das als eines der ältesten der Welt gilt, wird Ende 2026 für immer schliessen. Patek Philippe übernimmt dann die noble Adresse.
Nayla Hayek
Die Schwester von Nick ist seit 2013 CEO von Harry Winston. Sie tritt lediglich an der Generalversammlung in Erscheinung.
Nick Hayek
Er dirigiert den Konzern mit 6,3 Milliarden Franken Umsatz (2025), 16 Uhrenmarken und zahlreichen Zulieferbetrieben, die die gesamte Wertschöpfungskette abdecken.
Nicolas Beau
Nicolas Beau kam von Chanel und wurde 2021 Chef der Uhrendivision von Tiffany. Sein Auftrag: die Marke nach einem Dornröschenschlaf und Streitigkeiten mit der Swatch Group als Uhrenhersteller aufzuwecken und neu zu beleben.
Nicolas Bos
Seit 1992 bei Richemont, wurde Bos 2013 CEO von Van Cleef & Arpels und am 1. Juni 2024 Konzernchef.
Nicolas Freudiger
Er gründete die Marke 2020 mit zwei Freunden. Idee: eine durch und durch nachhaltige Uhrenmarke. Verbaut werden generalüberholte Werke in Gehäuse aus recyceltem Stahl, der neu in einem Sonnenofen geschmolzen wird.
Nicolas Wiederrecht
Er ist für die strategische, sein Bruder Laurent für die technische Führung des von ihrem Vater Jean-Marc gegründeten Unternehmens für komplizierte Uhrwerke zuständig. Die MELB-Gruppe (H. Moser & Cie.) ist Minderheitsaktionär. Im VR sitzt, neben den Eltern der Brüder, Edouard Meylan.
Niels Eggerding
Er übernahm die Führung von Frederique Constant und Alpina vom Gründerpaar Aletta und Peter Stas. Seine Philosophie des Accessible Luxury funktioniert für beide Marken gleichermassen. Die Manufaktur fertigt die Werke in Plan-les-Ouates selbst.
Oliver Ebstein
Er hat der 2012 übernommenen Marke ein eigenständiges Profil verliehen: viel entblösste Mechanik, guillochierte Oberflächen und Einsatz knalliger Farben.
Pascal Béchu
Bevor er 2024 die oberste Verantwortung für gleich beide Marken übernahm, war er deren Vice President of Sales. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung im internationalen Marketing und Vertrieb in der Uhren‑ und Luxusgüterbranche, war unter anderem bei TAG Heuer, Ebel, Movado, Harry Winston und im MCH‑Konzern.
Pascal Raffy
Er hat sein Vermögen in der Pharmabranche gemacht und 2001 die Mehrheit von Bovet gekauft, 2022 auch noch den Rest. Die rund 2000 Uhren pro Jahr werden in seinem Château de Môtiers von Hand gefertigt.
Patrick Aoun
Er ersetzte im Sommer 2025 Matthias Breschan, der im Juli 2020 auf Walter von Känel gefolgt war. Aoun ist seit 2005 im Konzern und seit 2007 bei Longines.
Patrick Pruniaux
Er machte 2022 einen Management Buy-out und löste die Marken Ulysse Nardin und Girard-Perregaux aus dem Kering-Konzern.
Patrick Pruniaux
Pruniaux kam von Apple in Kalifornien und baute Ulysse Nardin zu einer Hightech-Uhrenmarke mit futuristischen Designs um. Schwerpunkte sind innovative Materialien, besonders Silizium.
Patrik Hoffmann
Er arbeitet seit 2024 am Revival der 1737 gegründeten Marke, die in Indien sehr bekannt ist. Dem riesigen Land gilt daher zunächst Hoffmanns Fokus, bevor er sich die ganze Welt vornehmen will.
Raphael Gübelin
Er steht seit 2011 an der Spitze des Luzerner Unternehmens. Zu den Spezialitäten zählt das hauseigene gemmologische Labor zur Prüfung von Edelsteinen. Gübelin betreibt mit Richemont die TimeVallée-Boutique in Luzern.
Raynald Aeschlimann
Seit 2016 führt er die bekannteste und umsatzstärkste Marke der Gruppe, die immer wieder mit technischen Innovationen, Auftritten in Filmen sowie Messtechnik an den Olympischen Spielen auf sich aufmerksam macht.
Roland von Keith
Der Deutsche ist seit 1997 bei der Swatch Group, hat da auch seine Uhrmacherausbildung absolviert. Glashütte Original lenkt er seit 2018.
Rolf Studer
Legt Wert darauf, Oris mit vernünftigen Preisen, brauchbaren Funktionen, coolen Designs und solider Qualität als die Marke für Weltbürger zu etablieren.
Ronnie und André Bernheim
Die Mondaine Group ist ein echtes Familienunternehmen (Bild: Ronnie Bernheim). Ihre grosse Ikone ist die SBB-Uhr fürs Handgelenk. Operativ geführt wird die Gruppe seit 2019 vom Marketingspezialisten Niels Møller.
Serge Michel
Der einstige PR-Berater gründete 2009 mit dem Uhrmachermeister Claude Greisler, 1978, die Bieler Uhrenmanufaktur. Sie übernahmen den Namen eines bekannten Skeletteurs und setzen dessen Tradition in moderner Form fort.
Stéphane Bianchi
Der Franzose ist seit 2020 im Konzern und der Boss der Bosse von Bulgari, Chaumet, Fred, Hublot, Repossi, TAG Heuer, Tiffany & Co. und Zenith. Davor war er CEO von Yves Rocher, einem ebenfalls familiendominierten Konzern.
Stéphane Waser
Der dynamische Unternehmer brachte die Marke wieder auf Kurs. Sportliche Modelle und faire Preise kennzeichnen die Uhren aus Saignelégier JU. Eigentümerin ist die börsenkotierte DKSH.
Sylvain Dolla
Er kam 2020 von Hamilton zu Tissot, wo er mit der Einführung der PRX ins Schwarze traf. Mit dem 2025 lancierten solarbetriebenen Modell PRC 100 Solar erinnert er daran, dass Tissot eine der Plattformen für elektronische Innovationen der Swatch Group ist.
Thierry Stern
Die Familie Stern, einst Zifferblattlieferant der Marke, ist seit 1932 Inhaberin der renommierten Genfer Manufaktur. Unter Henri Stern, Thierrys Grossvater, und seinem Vater Philippe Stern erlangte die Marke Weltruhm. Thierry leitet das Unternehmen seit 2009.
Thomas Baillod
Der studierte Betriebswirt gründete 2019 seine eigene Uhrenmarke, um Swiss-made-Uhren zu einem aussergewöhnlichen Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten. Sein Ansatz: radikale Kostenreduktion jenseits der Herstellung.
Thomas Steinemann
Seine Uhrenmarke mit Gründungsjahr 1751 gehört zu den ältesten der Schweiz. Steinemann, früher bei Fossil, hat die Marke mit Crowdfunding wiederbelebt. Sie basiert auf historischen Uhrwerken in modernen Gehäusen.
Toshihito Sako
Der japanische Konzern mit 12’500 Mitarbeitenden ist spezialisiert auf Mikrotechnologie – und damit prädestiniert für die Uhrmacherei. In der Schweiz hat Sako vier ­Luxusmarken akquiriert plus den Werkhersteller La Joux-Perret.
Valérien Jaquet
2006 gründete er mit seinen Schwestern Concepto mit heute 160 Mitarbeitenden und einem Output von jährlich rund 40’000 Uhrwerken für eine anspruchsvolle Kundschaft.
Vartan Sirmakes
Dank seiner finanziellen Unterstützung konnte Franck Muller 1997 seine gleichnamige Marke gründen. Heute ist Sirmakes alleiniger Herrscher über das Franck Muller Watchland in Genthod GE.
Vivian Stauffer
Der vormalige Chef von Hamilton ersetzt Alain Villard, der sich im vergangenen Herbst für eine einjährige Auszeit verabschiedet hat.
Wilhelm Schmid
Der Verkauf der Richemont-Marke an Damiani soll im Sommer 2026 abgeschlossen sein. Bis dahin ist noch nicht bekannt, wer die Marke dereinst führen soll. Gewettet wird auf Jerôme Favier, 1970, Ex-Richemont-Manager und CEO der Damiani Group.
Wilhelm Schmid
Der gelernte Automechaniker, dannzumal leitend in Vertrieb und Marketing bei BMW, ist seit 2011 in charge – und inzwischen einer der dienstältesten CEOs im Richemont-Konzern.
Yashovardhan Saboo
Dem indischen Uhrenzulieferer gehören unter anderem der grösste indische Uhrenhändler Ethos und die Silvercity Brands mit Sitz in Grenchen, ihrerseits Besitzerin von Favre Leuba.

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