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CS Schweiz braucht mehr unabhängige VR-Mitglieder

CS-Schweiz-Chef Thomas Gottstein muss die Schweizer Einheit der Grossbank aufbauen - und liefert sich dabei ein Seilziehen mit der Finma. So etwa bei der Frage der Zusammensetzung des VR.

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CS-Schweiz-Chef Thomas Gottstein: Dem VR fehlt die Unabhängigkeit.Helmut Wachter RMS

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Der im Herbst präsentierte Verwaltungsrat der Schweizer Einheit der Grossbank Credit Suisse steht vor gewichtigen Veränderungen. Auf Druck der Finanzmarktaufsicht Finma soll das Gremium um «zwei bis drei» neue, unabhängige Mitglieder ergänzt werden, so ein Mitglied des Verwaltungsrats der Credit Suisse (Schweiz) AG gegenüber «Bilanz».

Zugleich in Diensten der Mutter

Der Grund: Dem Gremium fehlt nach Ansicht der Regulatoren vor dem Hintergrund des für die zweite Jahreshälfte angekündigten Teilbörsengangs der CS Schweiz die nötige qualifizierte Unabhängigkeit. Fünf der heute sieben Verwaltungsräte der CS Schweiz stehen auch in Diensten der Muttergesellschaft CS Group - Thiam als CEO, Urs Rohner als Präsident und Severin Schwan, Alexander Gut sowie Andreas Koopmann als Verwaltungsräte der CS Group.
Diese Einschätzung hat noch eine weitere Konsequenz: damit wird auch dem heute als unabhängig geltenden Verwaltungsratspräsidenten der CS Schweiz, Alexandre Zeller, die nötige qualifizierte Unabhängigkeit fehlen, falls er wie angekündigt an der Generalversammlung vom 28. April auch in den VR der Gruppe gewählt wird.
Lesen Sie in der runderneuerten «Bilanz»: Von den Regulatoren sowie der Mutter CS ins Korsett gezwängt, muss Thomas Gottstein seine Schweizer Bank bauen. Nun mehren sich auch noch die Zweifel, ob es einen Börsengang überhaupt braucht. Ab Freitag - im aufgefrischten Design, mit neuen Rubriken und erneuerter Blattstruktur - am Kiosk oder mit Abo jeweils bequem im Briefkasten.

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Sehen Sie in der Bildergalerie unten, die zehn wichtigsten Persönlichkeiten - das «Who is who» - der Schweizer Finanzwelt:
«Bilanz» hat das «Who is who» der Schweizer Wirtschaft ermittelt. Die wichtigsten Personen im Bereich Finanzen:Mark Branson:Direktor FinmaSeit 2014 ist der gebürtige Brite der oberste Aufseher aller Schweizer Finanzinstitute. Im Gegensatz zu seinem eher verbissen wirkenden Vorgänger Patrick Raaflaub eckt Branson weniger an, obwohl er zuletzt demonstrativ Härte markiert hat.
Boris Collardi:CEO Julius BärDie Bank Julius Bär – das ist je länger, je mehr eine Person: Boris Collardi. Seit 2009 als CEO an der Spitze der Privatbank, hat er seine Macht stetig ausgebaut und gilt heute angesichts des eher schwachen Verwaltungsrats als unbestrittener starker Mann im Haus. Mit seinem Wachstumskurs hat er die Bank schnell vorangebracht.
Sergio ErmottiCEO UBSVon der Grosskrise vieler europäischer Bankhäuser blieb die UBS zwar verschont, doch aus Anlegersicht war der Jahrgang 2016 für den Chef der grössten Schweizer Bank dennoch der schlechteste seiner fünfjährigen Amtszeit: Der Aktienkurs brach zeitweise um mehr als 25 Prozent ein. Ermotti nutzte den selbst deklarierten «Beginn des Rückspiels» seiner Amtszeit für den bisher grössten Umbau der Konzernleitung.
Patrik GiselCEO RaiffeisenSeit über einem Jahr ist er nun CEO der Raiffeisen Gruppe. Und hat überraschend deutlich eigene Zeichen gesetzt. Lange im Schatten von Pierin Vincenz, unter dem er bei Raiffeisen zwölf Jahre als Vize wirkte, hat Patrik Gisel gewichtige Weichenstellungen seines Vorgängers rückgängig gemacht.
Thomas GottsteinCEO Schweizer Universalbank Credit SuisseMit Thomas Gottstein steht und fällt die Credit Suisse, wurde ihm doch das Herzstück der Grossbank, die Schweizer Einheit, anvertraut. 2017 soll die Swiss Universal Bank teilweise an die Börse gebracht werden, wodurch Milliarden an neuem Kapital einfliessen sollen. An ihm ist es nun, den Markt davon zu überzeugen, welch grosser innerer Wert in der Bank schlummert.
Mario GrecoCEO Zurich Insurance Group Greco trat im März an und es gelang ihm erstaunlich schnell, den grössten Schweizer Versicherungskonzern von den Schrecken des Jahres 2015 zu befreien. Mit wenig Worten und viel Taten brachte er den gebeutelten Riesen wieder in die Spur. Als Endpunkt der Startphase schwor er sein Team auf die nächsten harten Jahre ein: Kostensenkungen von 1,5 Milliarden bis 2019, Entschlackung des Konzerns, niedrige Anlageerträge.
Thomas JordanPräsident Schweizerische Nationalbank (SNB)Er ist einer der meistkritisierten Männer des Landes: Die Exportindustrie wirft ihm die Aufhebung des Mindestkurses vor, die Bankenbranche die Einführung von Negativzinsen. Doch Kritik lässt der Ökonom abprallen und verweist auf die absolute Unabhängigkeit der Nationalbank. Auch intern ist Jordan so mächtig wie kaum ein anderer Nationalbankchef vor ihm, ist er doch der einzige wahre Fachspezialist im Direktorium.
Patrick OdierSenior Partner Lombard OdierAm 15. September trat Patrick Odier nach sieben Jahren als Präsident der Bankiervereinigung zurück. Nun hat er mehr Zeit für seine eigentliche Aufgabe, jene des Senior Partners bei Lombard Odier. Die Bank ist stark gewachsen: Arbeiteten 2005 noch 1700 Personen für die Bank, sind es heute bereits 2200. Die Assets sind in den letzten fünf Jahren um 40 Prozent gestiegen.
Herbert ScheidtPräsident Vontobel und Präsident BankiervereinigungMit der Übernahme des Präsidiums bei der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) dreht der Banker nochmals richtig auf. Angesichts der schwierigen Aufgaben, die für ihn dort anstehen, ist es gut, dass wenigstens bei seinem eigentlichen Job als Präsident der Privatbank Vontobel Ruhe herrscht. Die Bank läuft gut, die Gewinne sprudeln, CEO Zeno Staub treibt das Geschäft vorsichtig, aber gezielt weiter voran.
Nicolas PictetSenior Partner PictetBei der altehrwürdigen Genfer Privatbank übernahm im Juni Nicolas Pictet die Rolle des Senior Partners. Er ersetzte Jacques de Saussure, der altershalber zurücktrat. Mit Nicolas Pictet ist die Familie, die der Bank den Namen gab, nun ganz oben präsent. Der Jurist ist schon seit 1984 bei der Bank, 1991 wurde er Partner. Keystone/zvg
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RMS
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