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Ungewöhnliche Kollaboration

Seiko flirtet mit Bonsai-Rebellen aus Tokio

Traditionelle Uhrmacherkunst trifft auf Bonsai-Kunst: Die limitierte Seiko Presage vereint japanische Geduld, meisterhaftes Handwerk und modernen Streetwear-Stil.

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Die Presage in Kiefernadelgrün: Seikos Hommage an japanische Wurzeln.
Die Presage in Kiefernadelgrün: Seikos Hommage an japanische Wurzeln.zVg

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Wenn ein Uhrenkonzern mit einem Bonsai-Kollektiv zusammenarbeitet, klingt das erst mal nach PR-Gimmick. Stimmt und stimmt nicht.
Stimmt, weil es so etwas noch nie gegeben hat. Stimmt nicht, weil die beiden mehr verbindet als trennt: Beide sind tief in der japanischen Kultur verwurzelt und dem japanischen Geist verpflichtet.
Seiko zählt zu den ältesten und einflussreichsten Uhrenherstellern der Welt: 1881 in Tokio gegründet, revolutionierte das Unternehmen 1969 mit der ersten Quarzuhr die gesamte Branche. Bis heute fertigt Seiko nahezu alle Komponenten ihrer Uhren selbst, von der Feder bis zum Gehäuse – eine industrielle Eigenständigkeit, die nur wenige Marken erreichen.
Tradman’s Bonsai ist jung, aber dem Alten verpflichtet, und zwar so, dass es für die Gegenwart relevant bleibt. Das Unternehmen wurde 2015 vom Tokioter Teppei Kojima gegründet – mit der erklärten Mission, die jahrhundertealte japanische Kunst des Bonsai (japanisch für «Baum in der Schale») aus der Nische der alternden Sammlerszene zu holen und einem jüngeren, internationalen Publikum zugänglich zu machen. Dabei geht es einmal um den Erhalt von Traditionen, andererseits um die Essenz des Bonsai – geprägt von Hingabe –, die mit Kollaborationen mit Kultur, Mode und Kunst immer wieder neu interpretiert wird. Bonsai als Lifestyle-Statement statt verstaubtes Hobby: Das ist der Ansatz.

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Die limitierte Uhr der ungewöhnlichen Kollaboration.
Die limitierte Uhr der ungewöhnlichen Kollaboration.zVg
Die limitierte Uhr der ungewöhnlichen Kollaboration.
Die limitierte Uhr der ungewöhnlichen Kollaboration.zVg
Seiko wählte für die Kollaboration eine Presage. In den 1960er-Jahren als mechanische Uhr für den japanischen Markt entwickelt, ist dieses Modell heute Seikos mechanisches Flaggschiff. Presage ist bekannt für Zifferblätter aus Shippo-Emaille, Urushi-Lack oder Arita-Porzellan, die traditionelles Handwerk mit Seikos Uhrmacherei verbinden. Wie ein Bonsai, der über Jahre in Form gebracht wird, entstehen auch diese Zifferblätter erst durch geduldige, oft jahrelang handwerklich verfeinerte Prozesse. Es ist dieses gemeinsame Verständnis von Zeit, Geduld und Detailversessenheit, das die Kollaboration alles andere als beliebig macht.
Die Uhr, die entstanden ist, hat ein kiefernadelgrünes (matsuba-iro) Zifferblatt. Die Vorlage für die Struktur war gemäss Seiko eine im Mondlicht stehende japanische Schwarzkiefer. Das 38-Millimeter-Gehäuse aus Gold-PVD-beschichtetem Edelstahl birgt ein Automatikkaliber mit drei Tagen Gangreserve. Getragen wird der Zeitmesser an einem zum Gehäuse passenden Metallband oder einem braunen Lederband mit eingeprägtem Kiefernnadelmotiv. Die Edition ist auf 2000 Stück limitiert.
Die Variante mit Lederband.
Die Variante mit Lederband.zVg
Die Variante mit Lederband.
Die Variante mit Lederband.zVg

Steckbrief zur Uhr

Gehäuse: 38 mm, Edelstahl
Werk: 6R51 Automatik
Gangreserve: 72 h
Preis: 1330 Fr.
Auf 2000 Stück limitiert.

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