Den Schriftzug Vitol sucht man vergebens in Genf. Keine Leuchtreklame, keine Rezeption, keine Eingangshalle, es gibt nur einen unscheinbaren Eingang zu drei Liften, die elektronisch gesichert sind. «Vitol Group» steht dort in kleinen Buchstaben. Sie ist auf drei Stockwerken der Genfer Niederlassung der Deutschen Bank eingemietet. Der weltgrösste Ölhändler gibt sich diskret: keine Aussenwerbung wie Uhrenhersteller oder Privatbanken, kein Prestigebau, nicht einmal ein eigenes Gebäude bewohnt der Konzern.