Privatbanken an allen wichtigen Finanzplätzen, dazu Investmentfirmen sowie Dutzende erstklassige Immobilien: Die vom
Wahlgenfer Jacob Safra (50) geleitete und im Familienbesitz (Vermögen: 22,5 Milliarden Franken) stehende Safra Group weist stolz vor, was sie hat. Eher verschämt wird Chiquita Brands erwähnt, eine Beteiligung, die man mit dem Saftkonzern Cutrale hält. Kein Wunder, ist doch die Historie des Bananengiganten — Chiquita ist spanisch für «kleines Mädchen» — seit über 100 Jahren von Gewalt, Mord und Ausbeutung gezeichnet. Auch die moderne Firmengeschichte ist kein Ruhmesblatt. Jüngst streikten in Panama 4900 Beschäftigte ohne feste Verträge gegen eine Rentenreform des Staates. Worauf das Unternehmen mit Sitz im waadtländischen Etoy der panamaischen Regierung mit Wegzug und den Mitarbeitern mit Rauswurf drohte. Immerhin wurde die Rentenreform gestrichen.