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Digital Shapers

Wer die Schweiz ins neue Zeitalter bringt

Sie sind die Vorreiter, die schon vor Jahren erkannt haben, was mit der Digitalisierung auf uns zukommt: die Digital Shapers, die wichtigsten digitalen Köpfe des Landes. Wer 2017 dazu zählt.

Marc Kowalsky

Sie bringen die Schweiz digital weiter: Zum zweiten Mal hat die BILANZ die 100 wichtigsten Schweizer in der Digitalisierung in zehn Kategorien ermittelt. Ein Überblick, wer 2017 zu den Digital Shapers gehört:
Die Grandseigneurs:Daniel Borel, Co-Gründer und Chairman Emeritus Logitech, Lausanne und Fremont, USALogitech, der weltgrösste Hersteller von Computerzubehör, entwickelt sich an der Börse prächtig und wirft schöne Dividenden ab. 1981 hat Borel die Firma mit zwei Kollegen gegründet, war lange Zeit CEO und anschliessend VR-Präsident. Keystone
Die Hoffnungsvollen:Marloes Caduff, Founder und ceo Codillion, ZürichDie promovierte Informatikerin, Philosophin und zweifache Mutter hat eine Programmierschule für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren, gegründet. Das Ziel: den Kindern Computational Thinking näherzubringen.
Klaus Hommels
Die Forscher:Emmanuel Mogenet, Head of Google Research Europe, ZürichSeit Juni 2016 leitet der Informatikpionier das erste europäische Forschungszentrum von Google ausserhalb der USA. Google Research Europe, das zugleich das zweitgrösste Forschungslabor des Suchmaschinenriesen ist, widmet sich dem Thema Machine Learning. Christian Schnur
Die Corporates:Claudia Pletscher, Leiterin Entwicklung und Innovation Schweizerische Post, BernSeit 2014 hat Pletscher die Innovationsagenden für die Schweizerische Post inne. Ihr Auftrag: Der gelbe Riese soll seine Kernkompetenzen aus der alten Welt ins neue Zeitalter übertragen. fu photo
Die Expats:Urs Hölzle, Senior Vice President Engineering, Technical Infrastructure, Google, Mountain View (USA)Hölzle begann als Angestellter Nummer acht und ist heute der dienstälteste Mitarbeiter nach den Gründern. Seit 29 Jahren lebt der ETH- und Stanford-Absolvent in den USA und ist als Technologiechef mitentscheidend für den Erfolg. Keystone
Die Enabler:Christoph Birkholz, Mitgründer und Geschäftsführer Impact Hub ZürichAls Birkholz 2010 mit drei Mitgründern den Impact Hub Zürich aus der Taufe hob, war das Ziel, die Arbeitswelt in einer zunehmend digitalen Welt zu revolutionieren. Heute ist die Anzahl der Standorte auf drei angestiegen und jene der Mitglieder auf 850. Joseph Khakshouri
Die Kreativen:Philomena Schwab, Gründerin Game Studio Stray Fawn und Game Designer, ZürichDie 27-Jährige zählt in Europa zu den grössten Talenten in der Gaming-Branche. Das Magazin «Forbes» setzte sie auf die Liste der 30 einflussreichsten Techies unter 30 Jahren. Ihr Erfolgs-Game Niche hatte sie noch während des Studiums entwickelt. Michael Sieber
Die Vordenker:Georg von Krogh, Direktor Strategic Management and Innovation, ETH ZürichVon Krogh ist einer der rar gesäten Betriebsökonomen, welche die Macher von morgen an der ETH Zürich in die digitale Zukunft begleiten. Seit elf Jahren prägt er den Lehrstuhl Strategic Management and Innovation. Daniel Kellenberger
Die Datenakrobaten:Georg Polzer, Mitgründer und Ceo Teralytics, ZürichFirmen, die aus Datenmengen neue Businessmodelle entwickeln, sind gut im Geschäft. So auch das ETH-Spin-off Teralytics. Polzer führt ein Team von 50 Mitarbeitenden mit Büros in New York, Singapur und Zürich, 2015 wurde er von «Forbes» zu den «30 under 30 – Rising Stars of Enterprise Technology» gezählt.
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RMS

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Es gibt kein Thema, das die Schweizer Wirtschaft derzeit mehr in Atem hält, als die Digitalisierung. Und das wird auch noch eine Weile so bleiben. Denn was momentan weltweit passiert, ist der grösste gesellschaftliche, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Umbruch seit der industriellen Revolution. Die Schweiz als Wissensnation ist davon besonders stark betroffen. Den Startschuss ins neue Zeitalter, das ist die schlechte Nachricht, hat sie leider verschlafen.

Gott sei Dank nicht alle hierzulande. Auch in der Schweiz gibt es Vorreiter, die schon vor Jahren erkannt haben, was da am Horizont auf uns zukommt. Menschen, die nicht warten, sondern das Heft selbst in die Hand nehmen. Menschen, die Visionen haben und sie verwirklichen. Menschen, die die Zukunft gestalten. Wir nennen sie Digital Shapers. Dieses Jahr haben wir diese 100 wichtigsten Schweizer in der Digitalisierung zum zweiten Mal durch eine elfköpfige Jury küren lassen.

Viele Initiativen auf dem Weg

Die Digital Shapers sind die Vorreiter. Sie sind, und das ist die gute Nachricht, nicht die einzigen. Inzwischen läuft eine gewaltige Bewegung durchs Land, getragen von Wirtschaft und Politik, um den Rückstand aufzuholen. Digitalswitzerland, die Initiative von 70 Grossfirmen, Hochschulen, Medien, Organisationen, Ämtern und Verbänden und unser Partner bei der Erstellung dieser Publikation, ist davon der wohl sichtbarste Ausdruck. Viele andere Initiativen, private wie öffentliche, verfolgen das gleiche Ziel. Das stimmt optimistisch.

Partner-Inhalte

Denn die Schweiz hat beste Chancen, als Gewinner aus der Digitalisierung hervorzugehen. Der Wille ist da. Jetzt geht es an die Umsetzung.
Die 100 Digital Shapers in zehn Kategorien finden Sie hier.
Die Digital Shapers als Magazin sind ab Freitag am Kiosk erhältlich.

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