Emissium liefert hochauflösende Strommarktdaten und kurzfristige Preisprognosen für Händler, Versorgungsunternehmen und Grossverbraucher. Wir modellieren strukturelle Preistreiber in Märkten mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien und bieten Signale und Optimierungsinstrumente, die Kosten senken und die Angebotsabgabe verbessern. Wir ergänzen unser Angebot mit Daten zu Stromemissionen.
Wie ist sie entstanden?
Wir haben ein detailliertes Echtzeit-Stromverfolgungssystem entwickelt und festgestellt, dass es wichtige Faktoren der Preisbildung aufzeigt. Mit dem Anstieg der erneuerbaren Energien verloren traditionelle statistische Prognosen an Aussagekraft. Die hochauflösende Modellierung physischer Marktgrundlagen erwies sich als weitaus genauer.
Warum der Name?
Ursprünglich haben wir Emissium entwickelt, um Stromemissionen mit hoher Auflösung zu verfolgen. Dabei haben wir festgestellt, dass unsere Modelle für Preisprognosen und Marktoptimierung noch leistungsfähiger sind. Wir haben den Namen beibehalten, um unseren Ursprüngen treu zu bleiben.
Gründer: Rafael Castro-Amoedo (33), CEO; Alessio Santecchia (33), CTO
Firmensitz: Sion und Zürich
Anzahl Mitarbeiter: 7
Umsatzziel für 2026: sechsstellig
Profitabel: in den nächsten 2 Jahren
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Woher stammt das Startkapital?
Wir haben Emissium in erster Linie selbst als Gründer finanziert und in der Anfangsphase erhebliches persönliches Kapital investiert. Ergänzt haben wir es durch die Unterstützung von Business Angels, Innovationsfördermittel und andere nicht verwässernde Finanzierungsmöglichkeiten.
Womit erzielen Sie die Umsätze?
Mit einem Abonnementsmodell.
Die Vision?
Wir wollen eine Multi-Markt-Optimierungsplattform und ein Vermögensverwalter werden. Kurzfristige Strommärkte bieten ein grosses Potenzial in Bezug auf Flexibilität und Nachfragesteuerung, das wir mit unseren detaillierten Daten in Echtzeitstrategien umsetzen. Mit zunehmender Kohlenstofftransparenz sind wir in der Lage, sowohl Preise als auch Emissionen zu optimieren.
Die grosse Stärke?
Unser Team. Dank seiner fundierten Fachkenntnisse in den Bereichen Energiesysteme, Marktmodellierung und Optimierung können wir hoch detaillierte physikalische Modelle erstellen.
Die grösste Herausforderung?
Kurzfristige Strommärkte sind hart umkämpft und leistungsorientiert. Kunden erwarten nachweisbare Verbesserungen bei der Prognosegenauigkeit und der Kostensenkung. Glaubwürdigkeit hängt von konsistenten Ergebnissen ab, und diese hängen von Investitionen und der Suche nach den richtigen Mitarbeitern ab, die uns unterstützen.
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Der bisher grösste Erfolg?
Der Gewinn des «START Summit 2025» in St. Gallen und Platz 40 in den «Top 100 Swiss Startups». Über Auszeichnungen hinaus ist unser wirklicher Erfolg täglich sichtbar: bei zufriedenen Kunden, die sich auf unsere Prognosen verlassen, und beim Vertrauen, dass wir eine wirkungsvolle Marktinfrastruktur aufbauen.
Die bisher grösste Überraschung?
Die Geschwindigkeit, mit der die Volatilität auf den europäischen Strommärkten zugenommen hat. Prognosen und Optimierungen sind von einem Wettbewerbsvorteil zu einer Notwendigkeit geworden.
Der nächste Schritt?
Wir erweitern unsere Abdeckung auf europäische Kurzfristmärkte und vertiefen die Integration in automatisierte Handels- und Portfoliomanagementsysteme.
Expertenmeinungen
▶ «Viel manuelle Arbeit»
«Der Markt für Stromprognosen ist attraktiv und wächst enorm, vor allem weil erneuerbare Energien den Strommarkt volatiler machen. Emissium selber spricht von 250 potenziellen Grosskunden allein in der Schweiz und 2500 in Deutschland. Entsprechend viele Anbieter gibt es schon in ganz Europa. Allerdings braucht das Aufschalten neuer Kunden noch viel manuelle Arbeit. Gelingt die Standardisierung, skaliert die Lösung gut, was auch nötig ist, denn der Erlös pro Kunde ist noch bescheiden. Die USP von Emissium überzeugt: Dank physischer Modelle mit aktuellen Wetter- und Netzdaten sind die Prognosen genauer als bei jenen Anbietern, die nur Statistiken nutzen. Emissium erlaubt auch sehr lokale Prognosen und deckt dabei mehrere Strommärkte ab. Dadurch sollen die Kunden auf flexiblen Anlagen bis zu 20 Prozent Kosten sparen können, das sind enorme Beträge. Das Team ist technisch hervorragend, aber dass zurzeit nur der CEO den Vertrieb macht, bremst das Wachstum. Da muss sich Emissium dringend mit einem kommerziellen Branchenprofi verstärken. Dann könnte daraus eine solide Firma und ein attraktives Akquiseziel für Energieversorger werden.»
Patrick Blumenthal ist VC bei Ecosystem Ventures.PR
Patrick Blumenthal ist VC bei Ecosystem Ventures.PR
▶ «Bin sehr optimistisch»
«Ich bin ja ein Fan von datengestützten Firmen. Der Markt für Stromprognosen ist riesig, gerade jetzt, da die Energiekosten durch den Iran-Krieg nach oben schiessen. Und Energie ist ein Kernthema für die Zukunft Europas. CO2-Reduktion und Nachhaltigkeit sind dabei gar nicht der Hauptpunkt im Offering von Emissium, sondern dass die Kunden beim Energieeinkauf ein Vielfaches der Lizenzgebühren an Emissium einsparen können. Ein sehr klares Geschäftsmodell. Aber Emissium ist ein kleines Start-up mit einer grossen Lösung für grosse Firmen, das ist eine schwierige Kombination, zumal das Produkt sehr komplex ist. Die Frage ist, wie schnell man da wachsen kann. Der Gründer ist sehr überzeugend und ein guter Typ; seine Technologie stammt aus einer Doktorarbeit und ist proprietär. Er ist damit nicht auf andere Large Language Models angewiesen, die Gefahr einer KI-Disruption ist also niedrig. Aber er will erst in eineinhalb Jahren eine kleine Fundingrunde machen. Das finde ich einen Fehler, er sollte mehr Geld in die Hand nehmen für die Auslandsexpansion und um Toptalente zu bekommen. Auch ein Salesteam muss er dringend aufbauen. Aber insgesamt bin ich sehr optimistisch.»
Marco Rodzynek ist Gründer von Noah Advisors und Noah Conference.Roger Hofstetter
Marco Rodzynek ist Gründer von Noah Advisors und Noah Conference.Roger Hofstetter
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