Das Steuergremium von Economiesuisse, der 15-kΓΆpfige Vorstandsausschuss, steht einstimmig hinter dem Verhandlungsergebnis des Bundesrates zum Rahmenabkommen. Auch Kritiker wie Rolf DΓΆrig, VR-PrΓ€sident von Swisslife und Ausschussmitglied, sprach sich nicht dagegen aus, wie gut unterrichtete Quellen bestΓ€tigen.
Damit erleidet die EMS-Chemiechefin und Mitglied des Economie-Vorstands, Magdalena Martullo-Blocher eine wichtige Niederlage. In den letzten Tagen hiess es in diversen Tageszeitungen, sie und DΓΆrig, immerhin QuΓ€stor von Economiesuisse, wΓΌrden versuchen, Economiessuisse ins Nein-Lager zu ziehen.
Die Zustimmung des Dachverbands ist fΓΌr den Bundesrat ein wichtiges Signal. So kann er sagen, die Wirtschaft stehe ΓΌberwiegend hinter dem Vertragsentwurf.
Drei Zusagen von der EU
Heinz Karrer (PrΓ€sident) und Monika RΓΌhl (Direktorin) sagten, es brauche aber drei, vier wichtige Klarstellungen von Seiten der EU. Erstens soll BrΓΌssel der Schweiz schriftlich zusichern, dass Lohnkontrollen durch die Sozialpartner erfolgen dΓΌrfen.
Zweitens mΓΌsse die EU schriftlich einschrΓ€nken, dass keine politischen Rechte der UnionsbΓΌrgerschaft auf die Schweiz Anwendung finden.
Und drittens mΓΌsse die EU-Kommission klΓ€ren, welche Subventionen des Staates vom Abkommen betroffen wΓ€ren, etwa das Staatseigentum an Kantonalbanken oder der Swisscom.
Erhalte die Schweiz diese Zusicherungen schriftlich, kΓΆnne man auch die Kritiker der SP und der Gewerkschaften an Bord holen, sagten Karrer und RΓΌhl. So kΓΆnne der Weg auch im Parlament fΓΌr ein Abkommen geebnet werden. Im Nationalrat haben die SP und die SVP eine Sperrmehrheit.