Sparangebot
EU-Rahmenabkommen

Martullo-Blocher konnte sich nicht durchsetzen

Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse steht hinter dem EU-Rahmenabkommen. Magdalena Martullo-Blocher erleidet eine wichtige Niederlage.

Andreas Valda

MartulloBlocher
Magdalena Martullo-Blocher: Wollte Economiessuisse ins Nein-Lager ziehen. Keystone/Lukas Lehmann

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Das Steuergremium von Economiesuisse, der 15-kรถpfige Vorstandsausschuss, steht einstimmig hinter dem Verhandlungsergebnis des Bundesrates zum Rahmenabkommen. Auch Kritiker wie Rolf Dรถrig, VR-Prรคsident von Swisslife und Ausschussmitglied, sprach sich nicht dagegen aus, wie gut unterrichtete Quellen bestรคtigen. Damit erleidet die EMS-Chemiechefin und Mitglied des Economie-Vorstands, Magdalena Martullo-Blocher eine wichtige Niederlage. In den letzten Tagen hiess es in diversen Tageszeitungen, sie und Dรถrig, immerhin Quรคstor von Economiesuisse, wรผrden versuchen, Economiessuisse ins Nein-Lager zu ziehen.
Die Zustimmung des Dachverbands ist fรผr den Bundesrat ein wichtiges Signal. So kann er sagen, die Wirtschaft stehe รผberwiegend hinter dem Vertragsentwurf.

Drei Zusagen von der EU

Heinz Karrer (Prรคsident) und Monika Rรผhl (Direktorin) sagten, es brauche aber drei, vier wichtige Klarstellungen von Seiten der EU. Erstens soll Brรผssel der Schweiz schriftlich zusichern, dass Lohnkontrollen durch die Sozialpartner erfolgen dรผrfen. Zweitens mรผsse die EU schriftlich einschrรคnken, dass keine politischen Rechte der Unionsbรผrgerschaft auf die Schweiz Anwendung finden. Und drittens mรผsse die EU-Kommission klรคren, welche Subventionen des Staates vom Abkommen betroffen wรคren, etwa das Staatseigentum an Kantonalbanken oder der Swisscom. Erhalte die Schweiz diese Zusicherungen schriftlich, kรถnne man auch die Kritiker der SP und der Gewerkschaften an Bord holen, sagten Karrer und Rรผhl. So kรถnne der Weg auch im Parlament fรผr ein Abkommen geebnet werden. Im Nationalrat haben die SP und die SVP eine Sperrmehrheit.

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