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Kleiner Flieger ganz gross: Helvetic rechnet sich nach der Krise neue Chancen aus

Lufthansa und Swiss überprüfen den ­Umfang ihrer Flotten für die Zeit nach der Krise. Die Helvetic steht bereit, in die Lücken zu fliegen.

Dirk-Ruschmann

Flughafen Helvetic Flieger
Die Helvetic vermietet ihre Flieger an die Swiss im Wet-Lease, das heisst inklusive Crew an Bord. Beide verbindet ein langfristiger, erst 2019 erneuerter Vertrag. Keystone
Während diverse Airlines infolge Corona-Shutdowns bereits am Ende sind, wie die britische Flybe, die irische Cityjet, Virgin Australia oder der Langstrecken-Billigflieger Norwegian, und während Lufthansa und Swiss um staatliche Unterstützung verhandeln, weil der Konzern stündlich eine Million Euro Geld verbrennt – da planen Lufthansa-Boss Carsten Spohr und Swiss-Chef Thomas Klühr bereits für die Zeit nach Corona: Spohr hat diverse Langstreckenflieger stillgelegt und dürfte vor allem die spritfressenden vierstrahligen Airbusse vom Typ A340-600 dauerhaft am Boden lassen.
Auch die Swiss, berichtet ein Insider, schaue ihre fünf verbliebenen Maschinen vom Schwestermodell A340-300 sehr kritisch an. Allerdings hat sie diese gerade aufwendig umgebaut, inklusive neuer First-Class-Sitze, was 15 bis 20 Millionen Franken pro Maschine gekostet haben dürfte. Dieses Geld werde Swiss wohl kaum abschreiben wollen.
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