Kennen Sie Kathy Bloomgarden? Die Frau stammt aus New York, redet sechs Sprachen, geht in Washington ein und aus. Weiter leitet sie die PR-Firma Ruder Finn, eine der einflussreichsten Beratungsfirmen weltweit.
Auf der Kundenliste von Bloomgarden figurieren Weltkonzerne β Bristol-Myers Squibb, Citigroup, Coca-Cola, IBM, Johnson & Johnson, Kelloggβs. Und Novartis. Konzernchef Daniel Vasella setzt seit 15 Jahren auf die Dienste der kreativen und zielgerichteten PR-Frau. Sie hat Vasella, der einst im biederen Strassenanzug auftrat, als feinfΓΌhligen, intellektuellen Ausnahmemanager (Β«Super-DanΒ») positioniert und ihn in die einflussreichen Kreise Amerikas eingefΓΌhrt. Nur darΓΌber reden will sie nicht.
BILANZ-Autor JΓΆrg Becher hat sich gleichwohl auf die Spuren dieser mΓ€chtigen EinflΓΌsterin und ihres prominenten Kunden begeben. Auf eine erste Anfrage replizierte Bloomgarden ΓΌberaus charmant (Β«Dear JoergΒ»), bei der zweiten Mail verstummte sie. Auch die Novartis-Kommunikationsabteilung zeigte sich nicht ΓΌbermΓ€ssig gesprΓ€chig. Ein umfassender Fragenkatalog blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet. Wie die amerikanische PR-Beraterin den Schweizer Topmanager Daniel Vasella berΓ€t, lesen Sie ab Seite 32.
Joseph S. Blatter, bekanntester Schweizer Manager, tut sich schwer mit der Heimat. Im Ausland wird er von StaatsprΓ€sidenten hofiert, hierzulande mΓ€kelt eine Journaille Β«an allem und jedem herumΒ» β beklagt sich der Fifa-PrΓ€sident. Immerhin muss sich Blatter hier ein paar kritische Fragen zu Millionenabfindungen von Fifa-Kaderleuten gefallen lassen. Der Fussball-PrΓ€sident kontert im BILANZ-Interview mit der GrΓ€tsche: Β«Ich sage Ihnen, es stimmt vieles nicht, was in den Medien steht.Β»
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Richtig locker wurde Blatter erst nach dem Interview, als die Rede auf den FC Visp kam, wo er β Ehrensache β den Sponsorenclub anfΓΌhrt. Es muss seine unerschΓΌtterliche Liebe zur Walliser Heimatgemeinde sein, denn am Auftritt der Amateurkicker aus der 2. Liga interregional kann es nicht liegen: Letztes Wochenende stand die erste Mannschaft auf dem wenig spektakulΓ€ren 12. Tabellenrang.
Im FrΓΌhling fliegen die SteuerblΓ€tter. Deshalb bewirtschafte man bereits heute Einkommen und VermΓΆgen, rΓ€t BILANZ-Steuerexperte Harald Fritschi. Denn wer Steuern sparen will, kommt zu spΓ€t, wenn er erst nΓ€chsten Februar damit beginnt. Fritschi, der in der Vergangenheit oft zum Thema publizierte, rΓ€t bei beruflicher VerΓ€nderung, Heirat oder Scheidung dringend zum Umzug in einen steuermilden Kanton. Β«Denn dort sind oft auch die hΓΆchsten AbzΓΌge mΓΆglichΒ», hat er im Kantonalvergleich herausgefunden.
Damit Sie bereits heute mit dem Optimieren Ihrer persΓΆnlichen Fiskalquote beginnen kΓΆnnen, starten wir eine dreiteilige Steuer-Serie. Den ersten Teil mit nΓΌtzlichen Steuertipps fΓΌr natΓΌrliche Personen finden Sie ab Seite 48.
Betroffen sind vor allem Macher. Und hoch- kompetente, intelligente Menschen in anspruchsvollen Positionen. PlΓΆtzlich klagen sie ΓΌber RΓΌckenschmerzen, MigrΓ€ne, SchlafstΓΆrungen, fΓΌhlen sich ΓΌberfordert und demotiviert. Im Stress-Dossier kΓΆnnen Sie die neusten Erkenntnisse der Medizin zum Thema nachlesen. FΓΌr das BILANZ-Dossier fotografierte ΓΌbrigens der KΓΌnstler Cat Tuong Nguyen; er hat eben den Kunstpreis der ZΓΌrcher Kantonalbank (ZKB) erhalten.
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Stefan Barmettler, Mitglied Chefredaktion BILANZ
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