Die Welt wird komplizierter, Machtspiele prägen den Welthandel. Die Schweiz ist als kleine, offene Volkswirtschaft mehr denn je gefordert. Das zeigt auch der neue World Competitiveness Report der Lausanner Businesschool IMD: Die Schweiz verliert den ersten Platz an Singapur, die Schweiz liegt nur noch auf Rang drei der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften. «Ich sehe denn auch ein langsames Abgleiten der Schweiz in Sachen Wettbewerbsfähigkeit für die nächsten Jahre voraus», sagt Studienleiter Arturo Bris, Wirtschaftsprofessor am IMD.
Nun präsentieren 18 Schweizer Führungskräfte exklusiv in der Handelszeitung ihre 68 Forderungen, damit die Schweiz ihren Platz an der Weltspitze behält. UBS-Chef Sergio Ermotti zum Beispiel rät der Schweiz zu breit abgestützten Handelsbeziehungen. Dazu gehört die Klärung des Verhältnisses zur EU sowie ein pragmatischer Ansatz gegenüber den USA und China. Weiter plädiert er für einen Ausbau wirtschaftlicher Beziehungen. «Es besteht Potenzial für weitere Freihandelsabkommen», sagt er und denkt dabei etwa an Australien. Sein Fazit: «Wir brauchen starke Allianzen mit allen Ländern und Regionen, die für die Schweiz strategisch bedeutungsvoll sind.»