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Das sind die mächtigsten Start-up-Chefs

Ihr Name suggeriert Seltenheitswert, doch «Unicorns» sind alles andere als vom Aussterben bedroht: Ein Überblick über die wertvollsten Start-ups der Welt und wer hinter ihrem Erfolg steckt.

Corinna Clara Röttker

Immer mehr Unternehmen steigen in den Club der «Unicorns» (Einhörner) auf, die mit Milliardenbeträgen bewertet sind und die längst nicht mehr den Seltenheitswert haben, den ihr Name suggeriert. Derzeit sind es 145 an der Zahl. Doch welche Köpfe stecken hinter den Jungfirmen? Ein Überblick über die wertvollsten Start-ups und ihre Chefs:
Gegründet im Jahr 2007, zählt der Onlinespeicherdienst Dropbox heute mit rund 10 Milliarden Dollar zu den wertvollsten Start-ups der Welt. Die Idee kam einst von Mitgründer Drew Houston.Web Summit /Flickr/CC
Beim sozialen Netzwerk Pinterest können Nutzer Bilderkollektionen mit Beschreibungen an virtuelle Pinnwände heften. Eine Idee, die bei Investoren offenbar ankommt: Der Bildertauschdienst ist derzeit etwa 11 Milliarden Dollar wert. Mitgründer und CEO ist Ben Silbermann (l.).Mike Deerkoski/Flickr/CC
Die grossen Ambitionen von Elon Musk sind kein Geheimnis. Er leitet nicht nur eine der berühmtesten Elektroauto-Marken der Welt, mit seinem Weltraum-Unternehmen SpaceX will er künftig auch Satelliten ins All schiessen. Investoren ist das Unternehmen rund 12 Milliarden Dollar wert.
Wenngleich die chinesische Taxi-App Didi Kuaidi längst noch nicht so erfolgreich ist wie sein amerikanisches Pendant Uber, so dürfte sich Unternehmenschef Cheng Wei dennoch freuen: der Fahrdienstanbieter ist rund 15 Milliarden Dollar wert.Youtube
Das E-Commerce-Unternehmen Flipkart ist mittlerweile der grösste Onlinehändler Indiens. Etwa 15 Milliarden Dollar ist den Finanziers das 2007 gegründete Unternehmen bereits wert. Gründer sind Sachin Bansal (Bild) und Binny Bansal.Mylittlefinger/Wikimedia/CC/Facebook
Evan Spiegel ist mit seinen 25 Jahren einer der jüngsten Milliardäre der Welt. Reich geworden ist er mit einem Start-up: der Foto-App Snapchat, die heute rund 16 Milliarden Dollar wert ist. TechCrunch/Flickr/CC
Palantir ist ein Spezialist für «Big Data», beschäftigt sich also mit der Auswertung riesiger Datenmengen. Kein Wunder also, dass sich Investoren darum reissen, dem Softwareunternehmen Geld zu geben. Etwa 20 Milliarden Dollar ist Palantir mittlerweile wert. Hinter der Firma für Sicherheits- und Finanzsoftware steckt Alex Karp.Youtube
Für Hotels sind Brian Chesky und seine Kollegen zu einem ernst zu nehmenden Problem geworden. Denn der Firmenchef hat mit Airbnb ein Unternehmen aus dem Boden gestanzt, dass durch die Vermittlung privater Ferienwohnungen heute rund 25,5 Milliarden Dollar wert ist.
Es ist ein nahezu kometenhafter Aufstieg: Xiaomi ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, der 2010 von Lei Jun gegründet und bereits im Dezember 2013 in China Marktführer wurde. Geldgeber taxieren den Wert des Unternehmens bereits auf 46 Milliarden Dollar.
In rasantem Tempo breitet sich Uber in aller Welt aus - und das trotz aller Rechtsstreitigkeiten rund um den Globus. Für Geldgeber kein Grund zur Sorge, sie taxieren den Wert des Fahrdienstleisters und Schrecken aller Taxisfahrer auf etwa 51 Milliarden Dollar. Gründer Travis Kalanick steht damit an der Spitze des erlesenen «Unicorns»-Club.TechCrunch/Flickr/CC
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RMS

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Mit dem Begriff «Einhorn» ist unweigerlich die Geschichte des einsamen Fabelwesens assoziiert, das sich aufmacht, um seine Artgenossen zu suchen. Doch es gibt auch noch andere Einhörner, «Unicorns», die längst nicht mehr den Seltenheitswert haben, den ihr Name suggeriert.
Mit dieser Art von «Unicorns» sind junge Unternehmen gemeint, die in einem schwindelerregenden Tempo die Welt erobern und eine Milliarde Dollar wert sind – mindestens. Es sind die Lieblings-Start-ups der Investoren-Szene. Financiers reissen sich darum, den vielversprechenden Unternehmen Geld zu geben und treiben damit zugleich deren Bewertung in die Höhe - allen Warnungen vor einer Tech-Blase zum Trotz. Sie hoffen auf üppige Renditen, wenn die jungen Technologiefirmen an die Börse gehen.

Immer mehr «Unicorns»

Und tatsächlich haben sich diese «Unicorns» stark vermehrt. Derzeit zählt der erlesene Club 145 Mitglieder, wie eine Übersicht des Informationsdienstes CBInsights zeigt. Alleine in den USA gibt es inzwischen rund 100 Einhörner.
Zu den prominentesten und teuersten dieser Start-ups gehören Smartphone-Anwendungen, soziale Netzwerke und Vertreter der «Sharing Economy», die diverse Dienste vermitteln. Darunter glitzernde Namen wie Uber, Airbnb oder Snapchat. Zusammen werden sie am Risikokapitalmarkt mit 506 Milliarden Dollar bewertet. Ihr Wert bestimmen nicht die Aktienkurse, sondern eben jene Kapitalgeber. Gerechnet wird, zu welchem Preis ein Anteil bei der jüngsten Kapitalrunde gekauft wurde. Zu dem Preis wird dann der gesamte Unternehmenswert hochgerechnet.

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Drei Mal mehr «Unicorns» als in Europa

Die konsequente Folge: Seit dem Jahr 2013 hat der Hype um Technologie-Startups in Amerika fast drei Mal mehr «Unicorns» produziert als in Europa. Doch das hat sie auch teuer werden lassen. Die in diesem Jahr an die Börse gegangenen Firmen kamen auf eine durchschnittliche Bewertung des rund 3,9-fachen der geschätzten Umsätze, basierend auf Daten von neun solcher Unternehmen, die verfügbar waren. Die Kennziffer belief sich bei den drei Firmen in Europa mit verfügbaren Zahlen auf 2,6.
Doch egal ob in Amerika oder in Europa - die Einhörner eint nicht nur der Fortschritt im Technologie- und Kommunikationsbereich, mit dem sie das Geschäftsmodell traditioneller Anbieter aufzubrechen versuchen. Hinter den Jungunternehmen stecken Gründer, die allesamt einmal klein angefangen haben und heute eines der wertvollsten Start-ups der Welt führen. Die Bildergalerie oben zeigt einen Überblick über die wertvollsten Einhörner und ihre Besitzer.

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