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Meinung

Nichts gegen Peter Merz, aber …

… wann bekommt der CEO von Skyguide seine Firma endlich in den Griff?

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Peter Merz (58) ist CEO des Flugsicherungsunternehmens Skyguide.
Peter Merz (58) ist CEO des Flugsicherungsunternehmens Skyguide.Regina Vetter für BILANZ

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Seit Jahren kommt es immer wieder zu IT-Pannen, die zu Verspätungen, Startverbot oder gar der Sperrung des gesamten Luftraums führen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt rügte Skyguide wiederholt wegen Mängeln bei der Software-Qualitätssicherung. Die Strukturen sind veraltet und ineffizient, man leistet sich zwei voll ausgestattete Zentralen in Genf und Dübendorf. Der Abschluss des Grossprojekts «Virtual Center», das diese Doppelspurigkeiten mit einer selbst entwickelten Software beheben sollte, wurde inzwischen dreimal verschoben, von ursprünglich 2024 auf 2031. Die Eidgenössische Finanzkontrolle bezeichnete die Aussichten für das Projekt letztes Jahr als «besorgniserregend». Die Firma hat Schwierigkeiten bei Rekrutierung und Ausbildung neuer Mitarbeitender, die logische Folge: Personalmangel. Die letzte, massive Gebührenerhöhung verstösst vermutlich gegen EU-Recht, es drohen Rückforderungen über 290 Millionen Franken. Nichts aus dem Gruselkabinett des Missmanagements, was Skyguide nicht vorzuweisen hätte.
Klar, viele Probleme hat Merz geerbt, als er im November 2025 den Job antrat. Aber seither hat man nicht den Eindruck, als würde sich irgendetwas verbessern. Im Januar führten Softwareprobleme in Genf zu Einschränkungen des Luftraums, im Mai in Zürich. Im Juni war die Blamage perfekt, als ausgerechnet während der Bürgenstock-Konferenz wegen eines fehlerhaften Software-Updates notfallmässig eine Startsperre für den zivilen Verkehr verhängt werden musste. Nun prüft die Swiss Schadenersatzklagen gegen die Luftraumüberwacher. Das könnte Skyguide finanziell das Genick brechen. Bereits jetzt muss die Firma pro Jahr 51 Millionen Franken sparen und baut deshalb 200 Stellen ab. Der personelle Aderlass wird die Aufgabe für die verbleibenden 1300 Mitarbeiter nicht leichter machen.

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Mayday, Mayday zu funken wie seit Jahren, reicht bei Skyguide nicht mehr. Jetzt muss Pilot Merz endlich den Steuerknüppel herumreissen.

Über die Autoren
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Marc Kowalsky
Stv. Chefredaktor bei BILANZ und ein versierter Kenner der Wirtschaftswelt.

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