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Die Fusion von Firmenich und DSM wurde für die Genfer Familie zum Fiasko

Seit Herbst 2024 ist der Aktienwert um 50 Prozent gefallen, das Vermögen schrumpfte von 14,5 Milliarden auf 8 Milliarden Franken.

Stefan Lüscher

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Spät gereut

Ob die Genfer Familie um Patrick Firmenich (63) heute immer noch einer Fusion zustimmen würde? Die aus der Verschmelzung der Riechstofffirma Firmenich mit dem niederländischen Chemiekonzern DSM hervorgegangene DSM-Firmenich jedenfalls hat sich als veritabler Kapitalvernichter entpuppt. Seit Herbst 2024 ist die Aktie um 50 Prozent abgestürzt. Standen die Firmenichs damals mit einem Vermögen von 14,5 Milliarden Franken zu Buche, sind es inzwischen noch etwas über 8 Milliarden. Seit der Heirat von 2023 ist vieles schiefgelaufen. Im Vitamingeschäft musste das Messer angesetzt werden, es folgten Restrukturierungen, 2025 fielen schwere Verluste an. Und nun wurde der Tierbereich mehrheitlich verkauft. Firmenchef Dimitri de Vreeze (59) zeigt sich unbeirrt; man sei auf Kurs.

Höher und höher

Immer wieder machen Gerüchte die Runde, wonach die Airline-Gruppe Vista schwer verschuldet und knapp bei Kasse sei. Firmengründer und Mehrheitsaktionär Thomas Flohr (66) aus St. Moritz führt dagegen ins Feld, dass Investoren und Lieferanten der Firma weiterhin vertrauen. Vor Jahresfrist schoss denn auch ein Geldgeber 600 Millionen Dollar ein. Und kürzlich bestellte Vista beim Flugzeugbauer Bombardier 40 Challenger 3500 mit der Option auf weitere 120 Maschinen. Werden alle ausgeliefert, hat der Deal einen Wert von 4,7 Milliarden Dollar. Damit will Flohr (Vermögen: 2,75 Milliarden Franken) die Flotte dem Boom im privaten Luftverkehr anpassen. Schon heute ist der Flugzeugpark beachtlich: Unter den Marken VistaJet und XO fliegen rund 360 Jets, davon gehören 270 der Gruppe.

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