In der Schweiz gelten Immobilien seit je als lukrative Anlageklasse. Die niedrigen Zinsen haben den Run auf Gebรคude noch verschรคrft โ wie die Diskussion um das Manor-Warenhaus an der Zรผrcher Bahnhofstrasse zeigt.
Gebรคude-Eigentรผmerin Swiss Life will hรถhere Mietertrรคge generieren: Manor zahlt demnach bislang 6,3 Millionen Franken jรคhrlich, als marktรผblich veranschlagt Swiss Life das Dreifache.
Geldregen durch Nichtstun
Doch neben den Bewirtschaftungsertrรคgen lรคsst sich noch mehr verdienen โ durch Nichtstun! Jedenfalls bei Gewerbeimmobilien an Toplage, deren Wert jรคhrlich steigt. Dies zeigt sich beim Manor-Konkurrenten Jelmoli, dessen Gebรคude an der Seidengasse gleich um die Ecke des Zรผrcher ManorHauses liegt โ nicht einmal direkt an der Bahnhofstrasse.
BILANZ hat die Wertsteigerung des Jelmoli-Hauses berechnet: Ende 2014 betrug der Fair Value, also der aktuell marktรผblich erzielbare Verkaufspreis, 799 Millionen Franken. 2013 waren es noch 741 Millionen, im Jahr 2009, als die heutige Besitzerin Swiss Prime Site das Gebรคude รผbernommen hatte, waren es erst 670 Millionen. Die jรคhrliche Rendite seit der รbernahme bis heute betrรคgt immerhin durchschnittlich 3,7 Prozent, in den beiden letzten Jahren im Schnitt sogar fast 8 Prozent โ allein durch den Besitz.