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U(h)rwerk mit Stundensatelliten

Von der Sonne zum Mars in 12,6 Minuten

Feine Haute Horlogerie und ein Gruss ans Universum: Die neue Uhr der Edelschmiede ist typisch für Urwerk. Nämlich ungewöhnlich.

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Eine Uhr, die Lichtgeschwindigkeit misst: Urwerks UR-100V LightSpeed Ceramic zeigt, wie lange Licht von der Sonne zu den Planeten braucht. zVg

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Es ist keine Komplikation im herkömmlichen Sinn – aber eine hübsche Anzeige mit einer tiefsinnigen Bedeutung – und zwar, wie die Marke schreibt, «an der Schnittstelle zwischen Astrophysik, Werkstoffwissenschaft und imaginärer Mechanik». Konkret: Die neue Urwerk-Uhr namens UR-100V LightSpeed Ceramic zeigt an, wie viele Sekunden ein Lichtelementarteilchen von der Sonne zu den acht Planeten des Sonnensystems braucht. Es sind für Merkur etwa 3,2 Minuten, für Venus 6 Minuten, für die Erde 8,3 Minuten, für Mars 12,6 Minuten, für Jupiter 43,2 Minuten, für Saturn 79,3 Minuten, für Uranus 159,6 Minuten und für Neptun 241 Minuten. Das ist gemessen an der Ewigkeit ein Klacks. Weiss man aber, wie schnell sich das Licht bewegt – mit 299’792,458 Kilometern pro Sekunde nämlich; nichts ist im Universum schneller – stehen die Werte für unfassbar lange Distanzen. «Die Zeit wird nicht mehr gezählt, sondern zurückgelegt», kommentiert die Marke. Was mit einem besonderen Zeiger visualisiert wird, der langsam über das Zifferblatt von Planeten-Markierung zu Planeten-Markierung wandert.
Urwerk LightSpeed weiss
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Für Menschen, die die aufgerufenen 67’000 Franken plus Mehrwertsteuer aufwenden können, bietet die Uhr mit den legendären Stundensatelliten ganz generell Haute Horlogerie vom Feinsten, eingeschalt in ein weisses Gehäuse aus Verbundstoffkeramik mit versilberten Glasfaser- und Karboninserts.
Typisch Urwerk: Mit ihren Kreationen sprengen Martin Frei und Felix Baumgartner seit jeher die engen Leitplanken der klassischen Haute Horlogerie. Sie zeigen, dass grosse Uhrmacherei nicht zwangsläufig in immer gleichen Komplikationen und den vertrauten Edelmaterialien erstarren muss. «Unser übergeordnetes Ziel ist es, die traditionellen Grenzen der Uhrmacherei hinter uns zu lassen», sagt Frei. «Ich komme aus einer Welt ungebremster Kreativität.»
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Tatsächlich führte ihn sein Weg nicht über die Werkbank, sondern über die Hochschule für Gestaltung und Kunst. Bildhauerei, Malerei und Video prägten sein Denken – ein kreativer Humus, aus dem Konzepte wachsen, die auch vor radikalen Grenzgängen nicht haltmachen. So koppelte Urwerk auch schon die Mechanik einer Armbanduhr kurzerhand an eine Atomuhr.

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Felix Baumgartner wiederum ist Uhrmacher aus Überzeugung und Herkunft. Der Enkel und Sohn von Uhrmachern wuchs mit dem Ticken Dutzender Uhren im väterlichen Atelier auf. Nach der Ausbildung an der Uhrmacherschule in Schaffhausen vertiefte er sich an der Werkbank in die klassischen Disziplinen der hohen Uhrmacherei – von der Minutenrepetition bis zum Ewigen Kalender.
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