4,5 Milliarden Jahre alt, aber technisch auf der Höhe der Zeit: Yema kombiniert ein Zifferblatt aus Meteoritengestein mit französischer Uhrmacherei. Das Resultat ist bemerkenswert.erschwinglich.
4,5 Milliarden Jahre – eine beeindruckende Zahl: Das Zifferblatt der neuen Navygraf Meteorite von Yema besteht aus Muonionalusta, einem Eisenmeteoriten, der aus der Frühzeit unseres Sonnensystems stammt. Die französische Uhrenmarke hat das ausserirdische Material in ihre neuste Taucheruhr eingebaut.
Das Besondere daran ist die sogenannte Widmanstätten-Struktur: ein geometrisches Muster aus Eisen-Nickel-Kristallen, das durch extrem langsames Abkühlen über Millionen von Jahren entstand. Weil diese Strukturen in jedem Ausschnitt anders verlaufen, gleicht kein Zifferblatt dem anderen. Zur Wahl stehen eine schwarze und eine grüne Variante.
Das 39 Millimeter grosse Gehäuse und das Armband bestehen aus Titan, die Uhr ist bis 300 Meter wasserdicht. Im Innern arbeitet das hauseigene Automatikwerk mit einer vom Hersteller angegebenen Ganggenauigkeit von −3 bis +5 Sekunden pro Tag. Es stammt aus Morteau im französischen Jura, wo Yema seine Uhrwerke entwickelt und fertigt.
Hinter Yema steht die französische Uhrmacherfamilie Bôle.PR
Hinter Yema steht die französische Uhrmacherfamilie Bôle.PR
Die 1948 gegründete Marke, einst vor allem für ihre robusten Sport- und Taucheruhren bekannt, arbeitet seit einigen Jahren daran, sich von Schweizer Uhrwerken unabhängig zu machen. Hinter Yema steht die französische Uhrmacherfamilie Bôle, die die Marke 2009 über ihre Groupe Ambre übernahm. Nach wechselvollen Jahrzehnten unter anderem in den Händen von Matra und Seiko hat die Familie Yema wiederbelebt und investiert in eigene Uhrwerke. Das CMM.10 ist ein Ergebnis dieser Strategie. Mit 4 Hertz Frequenz, 70 Stunden Gangreserve und den angegebenen Gangwerten bietet es für diese Preisklasse eine bemerkenswerte technische Ausstattung. Eine unabhängige Chronometerzertifizierung weist Yema allerdings nicht aus.
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Von jeder Zifferblattvariante gibt es 150 Exemplare. Der Preis beträgt 2900 Euro. Für ein Stück aus der Frühzeit unseres Sonnensystems ist das vergleichsweise günstig.