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Uhr der Woche

Die neue Pontos von Maurice Lacroix

Die in der Uhrenbranche vergleichsweise junge Marke Maurice Lacroix bringt eine Neuauflage des Pontos Chronographen 43 mm auf den Markt.

Iris Kuhn Spogat

Pontos S, Maurice Lacroix
Den neuen Pontos Chronographen 43 mm gibt es in verschiedener AusfΓΌhrung, Preis ab 2950 Fr. zVg

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Maurice Lacroix ist schwer zu fassen. Das Angebot besteht aus fΓΌnf hΓΆchst unterschiedlichen Kollektionen. Was die ehrgeizige Β«Masterpiece GravityΒ» mit Manufakturkaliber fΓΌr 9950 Franken und die quietschgelbe Β«Aikon #tideΒ» aus rezykliertem Plastik und mit Quarzwerk fΓΌr 700 Franken gemeinsam haben: das M-Logo auf dem Uhrenarmband.
Das unscharfe Profil ist kein Zufall. Maurice Lacroix ist eine vergleichsweise junge Marke. Sie wurde 1975 in SaignelΓ©gier im Jura gegrΓΌndet, innerhalb eines Betriebs, der zuvor ausschliesslich sogenannte Private-Label-Uhren, also Uhren fΓΌr andere, hergestellt und mit deren Logo versehen hatte. Dieser Betrieb gehΓΆrte der ZΓΌrcher Grosshandelsfirma Desco von Schulthess. Dass deren Leader (einer von ihnen hiess Maurice Lacroix) auf die Idee kamen, eine eigene Marke zu grΓΌnden, ist nicht verwunderlich, hatten sie doch damals grosse Schweizer Marken wie Audemars Piguet und Jaeger-LeCoultre in Asien vertrieben, ergo kommen sehen, was dann auch gekommen ist: grosses Begehren nach Schweizer Uhren in Fernost.
Maurice Lacroix startete mit Quarzuhren, seit 1990 sind auch mechanische Werke im Einsatz, seit 2006 auch Manufakturkaliber. Aus der Eigenmarke Maurice Lacroix ist 2001 eine eigenstΓ€ndige Firma geworden. Seit 2011 gehΓΆrt sie der in ZΓΌrich domizilierten und an der BΓΆrse kotierten DKSH. Der Β«MarktexpansionsdienstleisterΒ» hat 2008 schon Desco von Schulthess geschluckt und macht in etwa das Gleiche, einfach in Gross. FΓΌr Maurice Lacroix arbeiten weltweit rund 200 Menschen, 60 davon in der Fabrikation in SaignelΓ©gier. Verkauft werden die Uhren in 80 LΓ€ndern via rund 1800 Retailer.

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Mehr Zahlen werden nicht bekannt gegeben. Was man weiss: DKSH wΓΌrde Maurice Lacroix seit Jahren gern loswerden. Aber nicht um jeden Preis und heute nicht mehr zum Preis von vor ein paar Jahren, denn StΓ©phane Waser, seit 2014 CEO der Uhrenmarke, macht einen guten Job, pflegt jede der Kollektionen mit grossem Eifer und Ehrgeiz. Aktuell ist die Pontos dran: 1999 eingefΓΌhrt, ist sie die Zeitlose und mit ihren blauen, weissen, grauen sandgestrahlten ZifferblΓ€ttern auch die schickste im Sortiment.
Die neue Pontos am Handgelenk eines Mannes.
zVg
Die neue Pontos am Handgelenk eines Mannes.
zVg
Die Pontos S ist ein Chronograph mit Wochentags- und Datumsanzeige, ihr VorgΓ€nger hatte den Zusatz Β«SΒ» steht fΓΌr Sport, kΓΆnnte aber auch Superior bedeuten: Das Design ist herausragend, cool und klassisch zugleich, und farblich so gestaltet, dass die Uhr zum T-Shirt genauso gut geht wie zum weissen Hemd. Die Uhr ist zudem bis 10 ATM wasserdicht.
Ein schΓΆnes Detail ist weggelassen: Die KeramiklΓΌnette des S-Modells ist mit einer Tachymeter-Skala versehen. FΓΌr diejenigen, die nicht wissen, was damit anfangen, ein Retroelement. Bei Rennen wie der Mille Miglia ist sie fΓΌr die Fahrer aber ein praktisches Tool, da sich mit ihr ganz einfach die Durchschnittsgeschwindigkeit berechnen lΓ€sst. Heuer (heute TAG Heuer) war die erste Uhrenmanufaktur, die die Tachymeter-Skala in ihre Uhren integriert hat, bei der Carrera, anno 1964. Sie war der erste speziell fΓΌr Autorennen entwickelte Chronograph und wurde bekannt mit dem fΓΌnffachen Formel-1-Weltmeister und Heuer-Partner Juan Manuel Fangio beim Rennen, von dem das Modell auch seinen Namen hat: bei der Carrera Panamericana in Mexiko.

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Spezifikationen

GehΓ€use: 43 mm, Edelstahl mit KeramiklΓΌnette
Werk: Automatik-Kaliber ML 112
Armband: Nylon dunkelblau/-grau, Leder, Stahl
Preis: 3250 bis 3550 Franken
Über die Autoren

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