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Thomas Baillod

«In manchen Märkten wecken unsere Preise tendenziell Skepsis»

Der Gründer der Schweizer Uhrenmarke BA111OD bricht mit seinem Online-Exklusivmodell und setzt 2026 auf den Uhrenhandel.

Iris Kuhn Spogat

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Thomas Baillod ist Gründer der Schweizer Uhrenmarke BA111OD mit Sitz in Neuchâtel. PR

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Herr Baillod, Sie sind 2019 mit der Idee angetreten, alle Kosten, die über die Herstellungskosten einer Uhr hinausgehen, zu kappen und entsprechend milde Preise zu bieten. Ihre Uhren gabs daher nur online. Jetzt gehen Sie in den Uhrenhandel. Warum?

Für die Internationalisierung und um die Marke zu entwickeln. In manchen Märkten wecken unsere Preise tendenziell Skepsis, wenn man die Uhren nur online sieht.

Uhrenhändler als vertrauensbildende Massnahme?

Genau. Wenn renommierte Uhrenhändler unsere Produkte ins Sortiment aufnehmen, gibt uns das Glaubwürdigkeit und den Kunden Vertrauen und Sicherheit.

Wie viele Händler haben Sie im Visier?

Wir werden dieses Jahr 20 neue Verkaufspunkte in Europa und Asien eröffnen und den Absatz von 2200 Uhren auf gegen 3500 steigern, also um etwa 50 Prozent.

Haben Sie dafür die Kapazität?

Ich habe mein Team auf elf erweitert und neu einen Produktionschef, einen dritten Uhrmacher und bald einen Logistiker.

Wie wirkt sich Ihr Strategiewechsel auf Ihre Margen und Preise aus?

Die Preise habe ich leicht erhöht, multipliziere meine Kosten mit 2,5 oder 3 statt 2. Bei den Margen erziele ich 60 Prozent, wenn ich direkt verkaufe, und rund 40 Prozent im Detailhandel. Unter dem Strich bleiben 50 Prozent. Das ist deutlich weniger als bei der Konkurrenz, aber mir reicht das.

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