Die Louis Erard Fil d’Or ist ein wahres Kunstwerk: Das Zifferblatt zieren 2320 Fäden aus 24-karätigem Gold. Jeder misst nur 25 Mikrometer und ist damit dreimal dünner als ein menschliches Haar. Die filigrane Arbeit stammt von den Wire-Art-Künstlern und vormaligen Ingenieuren Sylvie Villa und Mark Miehlbradt aus Sainte-Croix VD. Sie verlegen jeden Faden im dreidimensionalen Chevron-Muster einzeln und fixieren ihn mit einer Schweissmaschine, die ursprünglich der Mikroelektronik diente und die sie für sich umgebaut haben. Die Fil d’Or ist die neueste Uhr in der Métiers-d’Art-Kollektion von Louis Erard, auf die Sammler inzwischen ganz wild sind: einerseits natürlich wegen des Know-how; andererseits wegen der kleinen Auflagen und überraschenden Preise. Im Fall der Fil d‘Or, mit schlichtem Sellita-Automatikwerk im Innern, sieht das so aus: 99 Exemplare à 4500 Franken.