Geniestreich

Die Royal Pop sorgt für Millionenumsätze

Die Kollaboration von Swatch und Audemars Piguet ist ein Marketingcoup und zudem finanziell höchst lukrativ.

Iris Kuhn Spogat

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Die Kollektion Swatch × AP ­umfasst acht ­Modelle. Dukas

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Die Royal Pop von Swatch und Audemars Piguet (AP) ist offiziell der Geniestreich von Nick Hayek, Konzernchef der Swatch Group, und von Ilaria Resta, Chefin von AP. Insider raunen derweil, die Idee einer Kollaboration Swatch × AP stamme von Restas Vorgänger François-Henri Bennahmias, und zwar mit der Vision, mit den Erlösen einen dedizierten Fonds einzurichten, um Zulieferer bei wirtschaftlichen Schwankungen abzusichern. Wahr? Nicht wahr? Bennahmias antwortet nicht, was – für jene, welche ihn kennen – für die Insiderversion spricht.
Die Idee zur Kollektion stammt ­gemäss Insidern von Ex-AP-CEO François-Henri Bennahmias.
Die Idee zur Kollektion stammt gemäss Insidern von Ex-AP-CEO François-Henri Bennahmias.PR
Die Idee zur Kollektion stammt ­gemäss Insidern von Ex-AP-CEO François-Henri Bennahmias.
Die Idee zur Kollektion stammt gemäss Insidern von Ex-AP-CEO François-Henri Bennahmias.PR
Auch Resta wird die Einnahmen aus dem Verkauf der Royal Pop – sie kostet 350 Franken ohne und 375 Franken mit kleiner Sekunde – nicht als Umsatz verbuchen, sondern direkt in die Nachwuchsförderung und den Erhalt des Savoir-faire weiterleiten. Wie viel die Managerin am Ende des sogenannten One-off, eines einmaligen, zeitlich limitierten Happenings, überweisen wird, kann nur geschätzt werden: Das Zahlenwerk des Deals ist Geheimsache.

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Luca Solca, Luxusgüteranalyst von Bernstein Research, geht für 2026 von einem Royal-Pop-Umsatz von 150 Millionen Franken aus, was rund 400’000 verkauften Uhren entspräche, von denen jede zwar nur 350 bis 375 Franken kostet, aber ökonomisch ein hochattraktives Geschäft sein dürfte: In einer Blitzumfrage verorten vier Branchenkenner, die namentlich nicht genannt werden wollen, die Herstellungskosten einer Royal Pop bei maximal 40 Franken und die Ebit-Marge bei mindestens 50 Prozent (branchenüblich sind um die 25 Prozent).
Bleibt die Frage, wie der Profit zwischen den Parteien aufgeteilt wird. Fifty-fifty, denken die einen mit dem Argument «Ohne AP wäre alles nichts». 80 Prozent für die Swatch, 20 Prozent für AP, schätzt einer, der sich mit solchen Deals auskennt: «Alles andere wäre unverhältnismässig, schliesslich stellt Swatch die Uhren zu 100 Prozent her.»

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Sicher ist: Unter dem Strich springt für Resta und Hayek 2026 dank dem aufsehen- und gemütererregenden Projekt je ein zweistelliger Millionenbetrag heraus. Resta wird den Erlös für ihr Fördervorhaben verwenden. Für Hayek ist er ein willkommener Zustupf für sein ambitioniertes Ziel, im laufenden Jahr 500 bis 600 Millionen Franken Gewinn mit der Swatch Group einzufahren.

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