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Zwischen Vesuv und Winddreher

Omega ist offizieller Zeitmesser des 38. America's Cup

Der Austragungsort ist neu, das Prinzip bekannt – und die Zeitmessung fest in Omega-Hand.

Iris Kuhn Spogat

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Neapel wird 2027 zum Schauplatz des America's Cup. Ian Roman / America's Cup

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Omega meldete diese Woche die Rückkehr als offizieller Zeitnehmer des 38. America’s Cup 2027. Eine Nachricht, die weniger Überraschung als Bestätigung eines etablierten Musters ist: Im Kosmos des America’s Cup folgt die Vergabe dieser Rolle einer eigenen Logik. Gewinnt das von Omega unterstützte Emirates Team New Zealand den Cup, erhält die Marke traditionell die erste Option für die nächste Austragung. Nach dem Sieg 2024 war die Ernennung für 2027 entsprechend erwartbar.
Neu ist 2027 der Austragungsort: Erstmals findet der America’s Cup vor der Küste Neapels statt. Damit verlagert sich die Bühne – nicht aber das Prinzip. Der Cup bleibt ein Match Race, kein klassisches Zeitrennen. Entscheidend ist der direkte Vergleich zweier Boote, nicht eine Gesamtzeit. Taktik, Windlesen und Startphase bestimmen den Ausgang stärker als reine Geschwindigkeit. Sekunden sind hier keine Zeitwerte, sondern übersetzen sich unmittelbar in Distanz auf dem Wasser.
Omega ist seit 1995 eng mit dem Team aus Neuseeland verbunden und damit Teil der strukturellen Kontinuität des Wettbewerbs. Technologisch gestützt wird die Zeitmessung durch Swiss Timing, die als Infrastrukturpartner die präzise Erfassung der Daten sicherstellt. Sichtbar bleibt davon nur das Ergebnis – die technische Komplexität liegt im Hintergrund.

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Für Omega ist der America’s Cup weniger klassisches Sponsoring als strategische Präsenz im Spitzensport. Im Zentrum stehen weniger Produkte als Zugang und Inszenierung: Hospitality, Nähe zu Teams, kontrollierte Erlebnisräume. In einer Branche, in der sich technische Unterschiede zunehmend nivellieren, verschiebt sich der Wert solcher Engagements in Richtung exklusiver, nicht kaufbarer Erfahrungen.
Generell zeigt sich auch im Segelsport eine klare Segmentierung der Markenrollen. Beim America’s Cup dominieren teamgebundene Partnerschaften: Panerai mit dem Luna Rossa Prada Pirelli Team, Tudor mit Alinghi Red Bull Racing. Auf der globalen Ebene dominiert Rolex mit SailGP und grossen Hochseerennen mit einer breiteren, seriennahen Präsenz.

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