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Uhr der Woche

Omega vs. Rolex: The Race is on

Die neue Omega Speedmaster Racing ist dank innovativer Mechanik fast so genau wie eine Quarzuhr. Und genauer als jede Rolex.

Iris Kuhn Spogat

Omega Speedmaster Racing
Genauer als jede Rolex: Die neue Omega Speedmaster Super Racing. zVg

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Immer wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo eine Innovation her. Aktuell kommt sie aus Biel. Omega hat es geschafft, ihre hochprΓ€zisen Kaliber – Stichworte: Co-Axial-Hemmung plus antimagnetische Werke plus Master-Chronometer-Zertifikat – noch prΓ€ziser zu machen. Dank einem neu entwickelten Spiralsystem fΓΌr die Unruh. Es heisst Spirate.
In der WortschΓΆpfung Β«SpirateΒ» sind zwei technische Begriffe zu einem geworden: Β«SpiraleΒ» und Β«rateΒ», das englische Wort fΓΌr Gang. Damit hebt Omega Ganggenauigkeit auf ein neues Level, auf 0 bis +2 Sekunden pro 24 Stunden.
Zum Vergleich: Kaliber, die von der Schweizer PrΓΌfstelle ContrΓ΄le officiel suisse des chronomΓ¨tres (COSC) zertifiziert werden, kΓΆnnen zwischen  -4 und +6 Sekunden pro Tag abweichen.

Mechanik, fast so genau wie Quarz

Mit dem Spirate-System wird eine rein mechanische Uhr also fast so genau wie eine Quarzuhr. Und eine Omega prΓ€ziser als eine Rolex. Damit ist ein Wettstreit neu lanciert: 2015 hat Omega die Zertifizierung Master Chronometer eingefΓΌhrt.
DafΓΌr werden bereits COSC-zertifizierte Uhrwerke und Uhren nochmals rigorosen Tests beim EidgenΓΆssischen Institut fΓΌr Meteorologie METAS unterzogen. Das Label Β«Master ChronometerΒ» garantiert unter anderem eine Gangungenauigkeit von 0 und +5  Sekunden pro Tag. Rolex hat im gleichen Jahr das QualitΓ€ts-Siegel Β«Chronometer der SuperlativeΒ» eingefΓΌhrt.

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Es verspricht eine maximale Ungenauigkeit von -2 und +2 Sekunden am Tag. Das sicherzustellen, durchlΓ€uft jedes COSC-zertifizierte Rolex-Kaliber noch einen internen, vollautomatischen Hightech Testparcours und zwar in der fertig montierten Armbanduhr.
Speedmaster Racing
Speedmaster Racing
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Speedmaster Racing PD
Die erste Omega, in der das neue System zum Einsatz kommt, ist die Speedmaster Super Racing. In der 44,25 mm grossen Edelstahluhr arbeitet das neue Chronographenkaliber 9920 mit Automatikaufzug, 60 Stunden Gangreserve und zweiter Zeitzone. Es ist bis  15.000 Gauss gegen Magnetfelder geschΓΌtzt. Klingt nach viel und ist es auch. Eine Spielerei ist es indes nicht: Wir sind in unserem Alltag von Magnetfeldern umzingelt. Elektromotoren, Lautsprecher, Mobiltelefone, HandtaschenverschlΓΌssen und Induktionskochfelder strahlen magnetisch  - letztere sogar bis 1,5 Tesla, also 15000 Gauss.
Die neue Omega Speedmaster Super Racing ist Schwarz mit gelben Akzenten. Die Farbkombination ist eine Reminiszenz an vor 10 Jahren an die damals lancierte Omega die Seamaster Aqua Terra >15.000 Gauss. Wie sie hat die neue Speedmaster zudem einen schwarz-gelb-gestreiften Sekundenzeiger.

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Sie war die allererste Uhr mit so hohem Magnetschutz und Omega damit der allererste Uhrenhersteller, der das hinbekommen hat. Heute kΓΆnnen das auch andere: Die Tudor Black Bay Ceramic etwa, ist ebenfalls Master Chronometer zertifiziert, heisst, schafft auch einen Schutz bis zu 15000 Gauss. Das Zenith-Automatikkaliber El Primero 21 dagegen ist dank Carbon-Nanotube-Spiralen unempfindlich gegen Magnetismus.

Super prΓ€zis, aber doch leicht in der Handhabung

Mit dem Spirate-System setzt Omega die Messlatte in Sachen PrΓ€zision abermals hΓΆher und wird zum Benchmark. GemΓ€ss CEO Raynald Aeschlimann wird das Feature, das industriell hergestellt werden kann, dereinst auch in anderen Modellen zu finden sein, womit sich dann auch der riesige Aufwand fΓΌr den kleinen PrΓ€zisionszugewinn irgendwann bezahlt macht: Das Spriate-System basiert gemΓ€ss Aeschlimann auf einer inzwischen patentierten Erfindung, an der zehn Jahre lang geknobelt worden ist.
So elaboriert die Konstruktion nun ist, so praktisch ist sie offenbar. Spirate ist Uhrmacher besonders leicht zu handhaben. Heisst: FΓΌrs Finetuning muss die Uhr nicht mehr eingeschickt werden. Ein Besuch in einer Omega Boutique reicht. Die Edelstahl Sportuhr Speedmaster Super Racing wird ab August zu kaufen sein – zum stolzen Preis von 10'400 Franken.

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Details zur Uhr:

GehΓ€use: 44,25 mm Edelstahl 
Zifferblatt: Schwarz, Wabenstruktur
LΓΌnette: mit Tachymeterskala, gelbes Grand-Feu-Email
Band: Edelstahl, Nato-Band aus rezykliertem Material, schwarz/gelb
Preis: 10'400 Franken.



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