Es ist Anfang Oktober, und die erste Uhr zum Día de los Muertos flattert in meine Mailbox. Sie ist von Mido.
Die Uhrenmarke, die zur Swatch Group gehört, bringt seit 2020 jedes Jahr eine Sonderedition zum mexikanischen Totenfest heraus. Nicht, um sich einzuschmeicheln, sondern als Hommage: Mexiko ist für Mido einer der ältesten und wichtigsten Märkte der Welt.
Am Día de los Muertos (1. und 2. November) kehren nach mexikanischer Vorstellung die Seelen der Verstorbenen zu ihren Familien zurück. Für sie werden zu Hause und auf Friedhöfen «Ofrendas» aufgebaut und Altäre hergerichtet mit Fotos, Kerzen, Blumen, Speisen und persönlichen Dingen der Toten. Und: Es wird gegessen, erzählt, gefeiert, nicht getrauert. Der Tod gehört zum Leben, die Erinnerung hält die Verbindung zu den Verstorbenen aufrecht. Eine grosse, lange Tradition, welche die Unesco 2003 zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt hat.
Zwölf Lackfarben und drei Sorten Super-LumiNova.PR
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2026 setzt Mido mexikanische Symbolik in die kantige Multifort TV und lässt zwei Bildwelten aufeinandertreffen, die ursprünglich nichts miteinander zu tun hatten. Im Zentrum sitzt die Calavera, der bunt geschmückte Totenkopf des Día de los Muertos. Er steht nicht für das Ende, sondern für einen spielerischen, geradezu fröhlichen Umgang mit dem Tod. Um ihn herum tummeln sich Alebrijes – knallbunte Fabelwesen, halb Tier, halb Fantasie. Ihr Name bedeutet offenbar nichts, sondern war eine Eingabe: Der mexikanische Künstler Pedro Linares soll das Wort in den 1930er-Jahren im Fiebertraum gehört und die Wesen gesehen und dann in Pappmaché nachgebaut haben. Erst viel später fanden Totenkopf und Fabeltiere in der populären mexikanischen Bilderwelt zueinander. Bei Mido teilen sie sich nun ein Zifferblatt. Zwölf Lackfarben und drei Sorten Super-LumiNova sorgen dafür, dass nachts nochmals eine andere Party beginnt. Und noch eine Spielerei am Rande: Die «1» des Grossdatums ist ein Knochen.