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Louis Vuitton Tambour

Jean Arnault dreht weiter auf

Der Chef der LVMH Uhrensparte und der Uhrenmarke Louis Vuitton macht die Spin Time zur festen Grösse – und setzt damit auf eine Komplikation, die nur Louis Vuitton hat.

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Jean Arnault revolutioniert Louis Vuitton.
Jean Arnault revolutioniert Louis Vuitton.Reposted from Revolutionwatch.com

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Als Jean Arnault 2023 die neue Tambour präsentierte, ging es um weit mehr als eine neue Uhr. Louis Vuitton strich rund 80 Prozent der damaligen Referenzen, verabschiedete sich weitgehend vom mechanischen Einstiegssegment und setzte die Uhrenstrategie neu auf: weniger Modelle, höhere Preise, mehr Manufaktur, mehr Haute Horlogerie. Die Produktion sollte von mehr als 10’000 auf weniger als 2000 Uhren pro Jahr sinken, die Zahl der Verkaufsstellen deutlich reduziert werden.
Die Tambour wurde zum sichtbaren Zeichen dieses Neustarts. Das ist durchaus bemerkenswert. Louis Vuitton baut erst seit 2002 Uhren, und die Tambour war die erste eigene Uhrenlinie des Hauses. Ihr trommelförmiges Gehäuse überlebte seither zahlreiche Varianten, 2023 machte Arnault daraus eine schlanke Sportuhr mit integriertem Band und Manufakturwerk – und damit aus einem wiedererkennbaren Design den Kern der neuen Strategie.
Nun folgt der nächste Schritt. Louis Vuitton nimmt fünf Tambour Spin Time dauerhaft ins Sortiment auf.
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Das ist strategisch interessanter, als die neuen Farben vermuten lassen. Die Spin Time ist nämlich die vielleicht eigenständigste Komplikation, die Louis Vuitton besitzt. Michel Navas und Enrico Barbasini entwickelten sie 2007, inspiriert von mechanischen Abflugtafeln an Flughäfen und Bahnhöfen. 2009 erschien die erste Uhr: Zwölf Würfel rund um das Zifferblatt drehen sich nacheinander und zeigen so die springende Stunde an. Es war das erste von La Fabrique du Temps für Louis Vuitton entwickelte Uhrwerk. Zwei Jahre später kaufte Louis Vuitton die Genfer Manufaktur. Nun kommt die Tambour ins reguläre Sortiment: «The Spin Time is no longer an occasion piece, but a permanent icon», kommentiert Jean Arnault.

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Die Spin Time in Stichworten:

  • eigenständiges Design
  • eigenständige mechanische Idee (mit Konnex zur Reisegeschichte von Louis Vuitton)
  • Inhouse-Fertigungskompetenz (La Fabrique du Temps entwickelt und produziert seit 2025 Gehäuse, Zifferblatt und Werk)
  • hochfliegende Preise

Die fünf neuen Modelle

1. Den Einstieg bildet die Tambour Spin Time Green: 39,5 Millimeter Weissgold, grünes Zifferblatt und zwölf Würfel für die springende Stunde. Dahinter arbeitet das automatische Manufakturkaliber LFT ST13.01 mit 45 Stunden Gangreserve. Sie ist gewissermassen die Spin Time in Reinform. Preis: 72’500 Franken.
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2. Technischer wird es mit der Tambour Spin Time Air Antipode. Ihre zwölf Würfel zeigen gleichzeitig sämtliche 24 Zeitzonen an. Der Trick: Auf jedem Würfel sitzen zwei Orte, die zwölf Stunden auseinanderliegen; die Drehung zeigt zugleich, wo Tag und wo Nacht ist. Das 42,5-Millimeter-Gehäuse besteht aus Weissgold, im Innern arbeitet das automatische LFT ST12.01. Preis: 101’000 Franken.
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3. An der Spitze steht die Tambour Spin Time Air Flying Tourbillon: Platin, 42,5 Millimeter, lachsfarbenes Zifferblatt und ein zentrales fliegendes Tourbillon, dessen Käfig die Form der Monogram-Blüte trägt. Das Kaliber LFT ST05.01 kombiniert Tourbillon und schwebende Stundenwürfel; allein seine Montage dauert laut Louis Vuitton 50 Stunden. Preis: 169’000 Franken.
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Dazwischen liegen eine blaue Spin Time Air in Weissgold (Preis: 80’000 Franken) sowie eine sehr schmucke 39,5-Millimeter-Version in Roségold mit australischem Opal, Diamanten und blauen Saphiren (Preis: 160’000 Franken).

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Die Spin Time Air in Weissgold.PR
Bref: Louis Vuitton lanciert fünf neue Spin Times, die Tambour wird zur tragenden Uhrenkollektion der Marke. Mit der Komplikation an sich besitzt Louis Vuitton uhrmacherisch etwas, das nur Louis Vuitton gehört.

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