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Uhr der Woche

Das feine Geflecht für den Sprung ins Nass

Longines hat die HydroConquest aufgehübscht und verbessert. Mit auffälligen Neuerungen.

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Longines lanciert neue HydroConquest-Modelle mit Milanese-Armband. Die eleganten Metallgeflecht-Bänder bieten höchsten Tragekomfort und einen technischen Look. zVg

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Eines fällt zuerst auf: Die neuen Modelle des Modells HydroConquest von Longines gibt es jetzt auch mit einem Milanese-Armband. Gemeint sind damit Bänder aus fein geflochtenem Metallgewebe, die durch ihre dichte Struktur geschmeidig am Handgelenk liegen und gleichzeitig eine elegante sowie leicht technische Anmutung vermitteln. Es gab auch deutlich gröbere Varianten, etwa das Shark-Mesh-Band der professionellen Taucheruhr Omega Seamaster PloProf und anderer Toolwatches.
Aktuell erleben wir so etwas wie ein Comeback der schmiegsamen Bänder: Jaeger-LeCoultre benutzte es letztes Jahr für die Reverso Tribute Monoface Small Seconds, Bulgari kürzlich bei der Bulgari Monete Secret, Omega setzte es schon lange bei der Seamaster Diver ein, aber auch Tissot, Oris, Breitling und viele Nischenmarken mögen das Metallgeflecht.
Das Band ist nicht die einzige Neuerung in der Longines-Kollektion: Die Uhr, die in Gehäusen von 39 oder 42 Millimetern Durchmesser erhältlich ist, erhielt vier neue Zifferblatt-Variationen, derweil die Keramiklünette in fünf verschiedenen Farben erhältlich ist – einseitig drehbar, wie es sich für eine Taucheruhr gehört. Bis 300 Meter Tiefe macht sie jeden Tauchgang problemlos mit. Neue applizierte Indizes mit kräftiger Leuchtmasse verbessern dazu die Ablesbarkeit, während im Inneren weiterhin das Automatikkaliber L888.5 eingeschalt wird, das eine Gangreserve von bis zu 72 Stunden bietet und dank Siliziumspirale unempfindlich gegen Magnetfelder ist.

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Man kann die Neuheit auch als eine Hommage an die Legacy der Marke in Sachen Taucheruhren verstehen – und denkt dabei etwa an die Nautilus Skin Diver von 1958. Die Uhr setzte sozusagen eine Maxime aus dem Kampfsport Judo um – das Ausnutzen der Energie eines Gegners, wenn er zuschlägt. Statt dieser Kraft entgegenzuwirken, wird sie aufgenommen, umgeleitet und zum eigenen Vorteil genutzt. Der Feind beim Tauchen ist der mit der Tiefe zunehmende Druck, was die Wasserdichtigkeit auf die Probe stellt. Kernstück der Nautilus Skin Diver war deshalb ein Gehäuse des Zulieferbetriebs Piquerez, der in den 1950er-Jahren die Wasserdichtigkeit von Armbanduhren mit der sogenannten «Compressor»-Technik verbesserte. Im Gegensatz zu herkömmlichen Dichtsystemen nutzte dieses Prinzip den mit der Tiefe steigenden Wasserdruck, um die Dichtung des Gehäuses zusätzlich zu verstärken. Die Nautilus Skin Diver war bis 12 Bar oder 120 Meter Tiefe nutzbar – damals ein Superwert.

Steckbrief zu den Uhren

Grösse: 39 oder 42 mm
Wasserdichtigkeit: bis 300 Meter
Werk: Kaliber L888.5 mit Silizium-Spiralfeder
Preis: 1950 Fr. mit Milanese-, 1850 Fr. mit normalem Stahlband

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