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LVMH-Uhrensparte

Bewährungsprobe für Arnault Jun.

Der jüngste Sohn von LVMH-Patron Bernard Arnault, Jean, hat sich mit exklusiver Uhrmacherei profiliert. Jetzt soll er zwei grosse Marken beleben.

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Wenn die Luxusindustrie schwächelt, bekommt das einer ganz besonders zu spüren: LVMH-Patron Bernard Arnault. Dessen Vermögen ist wegen des schwachen Aktienkurses 2026 um 75 Milliarden Dollar geschrumpft. Ein Schlagloch im Luxuskonzern ist das Uhrengeschäft. Dieses soll sein jüngster Sohn Jean Arnault (28) nun glätten.
Bei Louis Vuitton hat sich der Junior mit anspruchsvollen Zeitmessern und der Wiederbelebung von Daniel Roth und Gérald Genta als Kenner und Liebhaber der Haute Horlogerie profiliert. Seit September 2025 ist er zudem Chef der LVMH-Uhrendivision und verantwortet mit Hublot und Zenith nun auch zwei schwere Kaliber und zwei, die aus dem Takt geraten sind: Offizielle Zahlen gibt es dazu keine, aber Analysten schätzen, dass jede seit dem Höchststand 2022 zwischen 30 und 40 Prozent weniger Umsatz erzielt.
Audemars Piguet CEO François-Henry Bennahmias
Der neue Berater von Hublot-CEO Julien Tornare: François-Henri Bennahmias, Ex-AP.Julien Chavaillaz
Audemars Piguet CEO François-Henry Bennahmias
Der neue Berater von Hublot-CEO Julien Tornare: François-Henri Bennahmias, Ex-AP.Julien Chavaillaz
Für Hublot hat Arnault François-Henri Bennahmias als Berater für CEO Julien Tornare engagiert. Bennahmias weiss, wie man Begehren entfacht und am Brennen hält: Als CEO von Audemars Piguet hat er den Umsatz der Manufaktur in zehn Jahren auf über zwei Milliarden Franken vervierfacht.
Bei Zenith steht derweil eine Radikalkur an: Die Marke, berühmt für das Chronographenkaliber El Primero, soll per 2029 raus aus dem mittleren Preissegment und hoch in die Haute Horlogerie. Dafür stehen nun 100 der 196 Stellen in Le Locle zur Disposition plus über 100 im weltweiten Vertrieb. Steuermann für den Kurswechsel ist Benoît de Clerck. Er ist bereits seit Anfang 2023 Chef von Zenith und inzwischen schon der sechste CEO der Marke, seit LVMH sie 1999 übernommen hat. Jeder hatte eine eigene Strategie, keiner war damit nachhaltig erfolgreich.

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Benoit de Clerck
Steuert Zenith bis 2029 in die Haute Horlogerie: CEO Benoît de Clerck.PR
Benoit de Clerck
Steuert Zenith bis 2029 in die Haute Horlogerie: CEO Benoît de Clerck.PR
Der Entscheid, uhrmacherisch wie preislich in die oberste Liga zu wollen, ist nachvollziehbar. In dieser Sphäre läuft das Geschäft wie am Schnürchen, während viele Hersteller von Uhren im Zenith-Preissegment zu kämpfen haben, mitunter mit Überkapazitäten. Andererseits: Wer wird ab 2029 eine Zenith kaufen, wenn er für das Geld eine Patek Philippe – oder eine Louis Vuitton, Daniel Roth und Gérald Genta – bekommen kann?

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