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Frederique Constant

Die 2000-Franken-Wette

Niels Eggerding, CEO von Frederique Constant, machte den Preisrausch der Uhrenbranche nicht mit. Nun winkt ihm am GPHG eine Auszeichnung für seine neuste Neuheit.

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CEO Niels Eggerding bleibt seiner Strategie treu: «Accessible Luxury».
CEO Niels Eggerding bleibt seiner Strategie treu: «Accessible Luxury».Eric Rossier

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In den Boomjahren konnte man sich durchaus fragen, ob die Preisdisziplin von Frederique-Constant-CEO Niels Eggerding nicht leicht verbohrt war. Während seine Mitspieler sich in immer höhere Sphären bewegten, pochte er auf «Accessible Luxury», salopp übersetzt: nicht billig, aber günstiger als das, was in der jeweiligen Kategorie normalerweise verlangt wird. Dieses Denken war schon bei der Gründung der Marke vor rund 30 Jahren deren Kern. Der Claim dazu: «Let more people enjoy luxury.»
Eggerding hielt während der Boomjahre Kurs. Er lancierte Neuheiten mit Preisen von zwischen 1000 und 3000 Franken, ohne Parties und Kampagnen – und wurde seiner Sache immer sicherer. Letzten Herbst sagte er uns in einem Interview mit einiger Genugtuung in der Stimme: «Wir sind im Vergleich zu vielen, die gierig waren und die Preise laufend hochgeschraubt haben und nun nervös sind, sehr diszipliniert.» Damals ging es um die Frage, wie viel Spielraum er bei möglichen US-Zöllen hätte. Seine Antwort: Bei einer Uhr für 1000 bis 3000 Franken seien selbst zehn Prozent mehr verkraftbar. Bei einer für 20’000 Dollar sehe die Sache anders aus.
Auch von Frederique Constant gibt es aufwendige und teure Uhren, die Classic Perpetual Calendar Manufacture für 9995 Franken etwa. Sie sind ein Muskelspiel, um zu zeigen, dass man es kann. Oder wie Eggerding es formuliert: «Sie sind unsere ‹cherry on the cake›.» Fürs Geschäft als ganzes sind sie wenig relevant: 93 Prozent des Volumens machen Uhren für zwischen 1000 und 3000 Franken aus.

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Die Classics Moneta Handwinding.zVg
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Die Classics Moneta Handwinding.zVg
Dort ist auch die Neuheit positioniert, die Eggerding an den Geneva Watch Days von letzter Woche präsentiert hat: die Classics Moneta Handwinding.
Sie folgt auf die Moneta. Diese datiert von 2024, kam als 37 Millimeter grosse Quarzuhr mit Mondphase auf den Markt. Den Namen hat sie vom Rehaut, dem inneren Ring zwischen Zifferblatt und Gehäuserand: Er ist fein geriffelt – wie der Rand mancher Münzen. Das Besondere: Statt die sogenannte Kannelierung wie üblich aussen zu zeigen, steckt sie bei dieser Uhr unter dem Glas.
Die neue Moneta tickt mechanisch. Ihr Edelstahlgehäuse misst 38,5 Millimeter, statt einer Mondphase gibt es eine kleine Sekunde bei 6 Uhr. Unter dem Zifferblatt mit Farbverlauf von hellem Beige bis fast Schwarz steckt ein Handaufzugswerk von La Joux-Perret. Der Werkbauer aus La Chaux-de-Fonds gehört wie Frederique Constant zur japanischen Citizen Group. Das Kaliber arbeitet mit 4 Hertz, bietet 63 Stunden Gangreserve und ist durch den Saphirglasboden sichtbar. Dass kein Rotor die Sicht verdeckt, passt zur Ästhetik vergangener Jahrzehnte, namentlich der 1950er-Jahre, die die Uhr ausmacht. Kostenpunkt: 1995 Franken.
Mit der Classics Moneta Handwinding hat es Eggerding nun unter die sechs Nominierten für den Grand Prix d’Horlogerie de Genève in der Kategorie «Challenge» geschafft. Dort können Zeitmesser mit einem Preis von bis zu 4500 Franken gegeneinander antreten. Prämiert wird am 7. November.

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Steckbrief zur Uhr

Gehäuse: 38,5 mm, Edelstahl
Werk: FC-435, Handaufzug
Gangreserve: 63 h
Preis: 1995 Fr.
limitiert auf 999 Stück.
Vacheron Constantin Classics Moneta Handwinding
zVg
Vacheron Constantin Classics Moneta Handwinding
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