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«Die Fliegerei ist Teil ­unserer DNA»

IWC Schaffhausen lanciert eine Weltraumuhr

Im Gespräch mit CEO Christoph Grainger-Herr über den neusten Coup der Marke: die Pilot’s Venturer Vertical Drive – ohne die typische IWC-Krone.

Iris Kuhn Spogat

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Christoph Grainger-Herr (48) ist seit 2017 CEO von IWC. Bereits zuvor war er zehn Jahre für die Uhrenfirma tätig. PR

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Herr Grainger-Herr, Sie lancieren eine IWC-Weltraumuhr. Wie kam es dazu?

Sie entstand in Zusammenarbeit mit dem US-Raumfahrtunternehmen Vast, mit dem wir eine strategische Kooperation haben. Vast forscht an Raumstationen der nächsten Generation. Wir haben eine Toolwatch entwickelt, die für den Aufenthalt dort konzipiert ist.

Das heisst?

Etwa dass alle Funktionen – Einstellen der Zeit, der UTC und des Missions-Timers – über die Lünette und nicht über eine Krone bedient werden können, also auch mit Raumausrüstung und Handschuhen. Dank Keramikgehäuse und Ceratanium-Lünette ist die Uhr sehr robust und hält extremen Temperatur- und Druckschwankungen stand. Und: Sie hat nicht nur keine Krone, sondern auch keine scharfen Kanten, mit denen man im schwerelosen Zustand, da man in der Raumkapsel mit Händen und Füssen dreidimensional unterwegs ist, sensitive Geräte oder Einrichtungen beschädigen könnte.
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Für die Pilot’s Venturer Vertical Drive, eine Toolwatch, entstanden in Zusammenarbeit mit dem US-Raumfahrtunternehmen Vast, hat IWC ein vertikales Antriebssystem entwickelt. Alle Funktionen werden über die Lünette bedient.PR
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Für die Pilot’s Venturer Vertical Drive, eine Toolwatch, entstanden in Zusammenarbeit mit dem US-Raumfahrtunternehmen Vast, hat IWC ein vertikales Antriebssystem entwickelt. Alle Funktionen werden über die Lünette bedient.PR

Sie sieht gar nicht aus wie eine IWC – nur ein Versuchsballon?

Nein, sie ist unsere Erste, aber sicher nicht die Letzte. Die moderne Raumfahrt entwickelt sich von einer regierungsbasierten zu einer zivilen und kommerziellen. Die Fliegerei ist Teil unserer DNA und eine Weltraumuhr daher eine ganz natürliche Entwicklung für uns. Der Grund, warum die Pilot’s Venture so anders aussieht, ist, dass sie von Grund auf für einen neuen Zweck entwickelt wurde. Ihr reines, klares Design und ihre Funktionalität spiegeln perfekt die DNA unseres Partners Vast wider.

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Für wen ist die Uhr, mal abgesehen von den Vast-Astronauten?

Für Menschen, die sich über die eigenen Grenzen hinwegträumen. Bei Vast bereiten sie das neue Zeitalter der Raumfahrt vor, testen neue, andere Wege, gewinnen Einsichten und machen Fortschritte. Das ist es auch, was mich an dieser Partnerschaft fasziniert.

Werden Sie einer der ersten Passagiere von Vast sein, wenn es dann einmal so weit ist?

Ich finde es erstaunlich, dass wir an einen Punkt gelangen, wo sich mehr Menschen diese Frage überhaupt stellen können. Der Weltraum hat mich schon immer fasziniert – der Mensch ist ein Entdecker und der Weltraum diese nächste Grenze. Wir freuen uns, die Arbeit von Vast zu unterstützen, um diese Grenzen zu verschieben; Wege zu entdecken, das Leben auf der Erde zu verbessern und gleichzeitig unser Verständnis des Universums zu vertiefen. Ich selbst werde vorerst von Schaffhausen aus jubeln.

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