1903 noch die Fabrique d'ébauches de Fleurier, 1947 und 1966 erweitert, kam das Haus im Jahr 2000 an die Scheufeles. Architekt Florian Alberti verwandelte es in eine moderne Manufaktur, wo die L.U.C-Uhrwerke entwickelt, gefertigt und montiert werden. Unter dem historischen Dachstuhl liegt das Uhrenmuseum.PR
1993 fasste Co-Präsident Karl-Friedrich Scheufele den Entschluss, dass Chopard eigene Uhrwerke bauen sollte. Heimlich tüftelte er mit Michel Parmigiani und zwei Mitarbeitern an einem Automatikwerk mit Mikrorotor und Doppelfederhaus. 1996 entstand daraus die Manufaktur in Fleurier und dort im Jahr 1997 die erste L.U.C. Die drei Initialen erinnern an Louis-Ulysse Chopard, der Chopard 1860 gegründet hat. Seither hat sich Chopard mit hochkomplexen Kalibern bis hin zur Minutenrepetition einen Platz in der Haute Horlogerie erarbeitet.
RMS
RMS
Zum Gebäude
In diesem Gebäude wurden schon Uhrwerke gefertigt, lange bevor Chopard eingezogen ist: Der Industriebau von 1903 beherbergte einst die Fabrique d'ébauches de Fleurier, die in den 1930er-Jahren in den Verbund der späteren Swatch Group eingegliedert wurde. 1947 wurde der Bau erweitert, 1966 zum höchsten Gebäude im Ort aufgestockt. Im Jahr 2000 erwarben die Scheufeles das Haus von Verhandlungspartner Nicolas Hayek.
RMS
RMS
Architekt Florian Alberti verwandelte es daraufhin in eine moderne Manufaktur mit isolierender zweiter Gebäudehaut. Auf 3300 Quadratmetern werden hier die komplexen L.U.C-Uhrwerke entwickelt, ihre Einzelteile gefertigt, von Hand dekoriert und montiert. Unter dem historischen Dachstuhl, dessen Balken an einen umgekehrten Schiffsrumpf erinnern, liegt das Uhrenmuseum L.U.CEUM.
Partner-Inhalte
Werbung
Zur Marke
Chopard ist eines der letzten grossen Luxusunternehmen in Familienbesitz und vereint zwei Geschichten: 1860 gründete Louis-Ulysse Chopard im jurassischen Sonvilier eine Manufaktur für Präzisionsuhren, insbesondere Taschenuhren und Chronometer.
RMS
RMS
Diese hat Karl Scheufele, Spross einer Pforzheimer Goldschmiedefamilie und selbst sowohl Goldschmied als auch Uhrmacher, 1963 gekauft. Damit verband er zwei Traditionen: Schweizer Uhrmacherei (sie war inzwischen schon in Genf ansässig) und deutsche Schmuckfertigung. 1976 kamen die Happy Diamonds auf den Markt, zunächst als Uhren, seit 1985 auch als Schmuckkollektion. Heute führen die Geschwister Karl-Friedrich und Caroline Scheufele das Unternehmen: Er verantwortet die Herrenuhren, sie den Schmuck und die Damenuhren. Der Chopard-Hauptsitz befindet sich in Genf, produziert wird ausser in Fleurier nach wir vor auch noch in Pforzheim.