Es war eine Episode, die rasch zum genialen Coup mit weltweitem Echo geriet. Und an die sich die prominente PR-Frau Marine Lemonnier gerne erinnert – nicht zuletzt, weil sie federführend daran beteiligt war. Man schrieb das Jahr 2010, in London wurde der 80-jährige Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone von einem Räuber zusammengeschlagen und seiner Hublot-Armbanduhr beraubt. Ecclestone informierte Jean-Claude Biver, der damals gerade dabei war, die etwas verschnarchte Marke Hublot zu einem globalen Erfolgsbrand umzubauen. Und Biver wäre nicht Biver gewesen, hätte er die Geschichte – inklusive eines Bildes des prominenten Opfers mit blauem Auge – nicht als Steilpass verstanden. Und diesen umgehend in ein spektakuläres Tor verwandelt.
Er tat es mit tatkräftiger Hilfe von Marine Lemonnier. Sie war es, die mit ihrem PR-Know-how dafür sorgte, dass Bivers Idee weltweit Schlagzeilen machte – in über 1500 Artikeln. Lemonniers Dreh: Sie kommunizierte auch über die Entstehung des Hublot-Inserats zum Raub. Dessen provokativer Titel: «Da können Sie mal sehen, was Leute für eine Hublot tun.»