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Beyer Chronometrie schliesst

Ende 2026 geht das Zürcher Traditions­geschäft in Patek Philippe auf. Es wird weniger Kündigungen geben als befürchtet.

Iris Kuhn Spogat

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Das Traditionshaus wird für immer geschlossen. PD

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Wie läuft ein Uhrengeschäft, von dem seit Ende März bekannt ist, dass es Ende Jahr für immer schliesst? «Es läuft gut», sagt Muriel Zahn-Beyer, «es gibt zwar Kunden, die wegbleiben, aber auch welche, die nun erst recht kommen.» Das bestätigen auch Mitarbeitende. Hinter vorgehaltener Hand kritisieren einige die Führung und die Stimmung aber scharf.
Zahn-Beyer, die Schwester des im April 2025 verstorbenen René Beyer, weiss Bescheid, ändern kann sie am Unmut wenig. Sie führt das älteste Uhrengeschäft der Welt – gegründet 1760 – mangels familieninterner Nachfolge als letzte Beyer. Ende Jahr wird das Geschäft von Patek Philippegeschluckt. Dieser Entscheid wurde gemäss Zahn-Beyer übrigens bereits 2024 gefällt und mit einer Minderheitsbeteiligung von Patek Philippe an Beyer vorgespurt.
«Kündigungen gab es bisher keine», sagt Zahn-Beyer, «werden aber spätestens im September erfolgen.» Sie rechnet mit 25 Entlassungen, weniger als befürchtet. «Einige haben einen neuen Job gefunden, 20 werden von Patek Philippe übernommen.» Für die Lernenden, sagt sie, sei eine Anschlusslösung gefunden. Läuft es nach Plan, hat auch das Personal des Uhrenmuseums Beyer weiterhin einen Job: Es wurde 2008 in eine eigene AG eingebracht und blieb vom Deal mit Patek Philippe ausgeschlossen. Gemäss Zahn-Beyer zeichnet sich eine Lösung für einen neuen Standort in Zürich ab. «Entschieden wird bis Ende Juli.» Im besten Fall feiert sie die Wiedereröffnung des Museums 2027. Im Worst Case wandert die Sammlung im Dezember erst einmal in ein Lager.

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