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Wohnungsnot

Was die Schweiz vom Mieterschutz in Monaco lernen kann

Eingesessene geniessen Vorteile, Zugezogene zahlen massiv höhere Mieten. Wie der Erfolg des Fürstentums zu einem starken Mieterschutz geführt hat und wie wir im Vergleich dastehen.

Valda

Skyline von Monaco: Staatsbürger des Fürstentums haben exklusiven Zugang zu einem stark geschützten Teil des Wohnungsmarktes.
Skyline von Monaco: Staatsbürger des Fürstentums haben exklusiven Zugang zu einem stark geschützten Teil des Wohnungsmarktes.imago/Winfried Rothermel

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Einheimische werden bei der Vergabe günstiger Wohnungen bevorzugt. Dieses Prinzip macht Karriere in der Schweiz. Und zwar dort, wo die Steuern tief sind, die Wirtschaft boomt und die Wohnungen am teuersten sind: im Kanton Zug. In einigen Gemeinden – darunter Baar, Cham und seit letzter Woche auch Hünenberg – gilt für Wohnungsbewerber, dass sie mindestens drei Jahre in der Gemeinde gelebt oder gearbeitet haben müssen, um den Zuschlag zu erhalten. Diese Vermietungsrichtlinien gelten nur für geförderte Wohnungen.
Was hier einige Gemeinden beschlossen haben, soll bald im ganzen Kanton gelten: Staatlich geförderte Wohnungen dürfen nur an Eingesessene vergeben werden. Bürgerliche Parteien wollen noch weiter gehen. Sie wollen eine Mindestansässigkeit von zehn Jahren für Bewerber im Gesetz vorschreiben, selbst für neue Wohnüberbauungen aus privater Hand. In einem gewissen Umfang, zum Beispiel für 40 Prozent der Überbauung, soll ein Einheimischenvorrang gelten. Das hat einen Namen bekommen: «Zuger Wohnungen».
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