Statt auf die Lieferung von US-Abwehrraketen zu warten, könnte die Schweiz solche selber bauen. Noch hat die Wirtschaft die Fähigkeit dazu. Doch da gibt es drei wesentliche Hürden.
Eigentlich liegt es auf der Hand, warum die Schweiz Luftabwehrraketen nicht selbst baut. Weltweit bestehen Lieferschwierigkeiten. Die Arsenale der USA sind wegen des Iran-Kriegs halb leer geschossen. Die Golfstaaten füllen ihre Lager auf. Der Ukraine-Krieg konsumiert Unmengen an Abwehrrüstung. Und die Wartelisten sind lang, auch bei der Konkurrenz zur amerikanischen Patriot-Luftabwehrrakete, die die Schweiz 2022 bestellt hat.
In der Folge explodieren die Preise. Ein Beispiel: Als das Parlament 2022 den Kauf der Patriot-Rakete beschloss, betrug das Preisschild 2 Milliarden Franken für fünf Abwehrsysteme und Munition. Jetzt werden allein die Mehrkosten auf 2,3 Milliarden Franken beziffert – nur um die Raketen sieben Jahre später geliefert zu erhalten.