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Wann hebt der Warenprüfkonzern endlich ab?

Zwei Jahre nach Amtsantritt von Hoffnungsträgerin Géraldine Picaud ist der Kurs noch immer dort, wo er war.

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Géraldine Picaud, CEO des Warenprüfkonzerns SGS, noch am alten Standort in Genf. Reto Albertalli

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Am 26. März 2024 war Géraldine Picaud angetreten, den schläfrig geworden Warenprüfkonzern SGS auf Vordermann zu bringen. Noch vor Amtsantritt hatte sie ihre «Strategie 27» für einen Neubeginn präsentiert, basierend auf den Pfeilern Wachstum, Performance, Agilität und finanzielle Solidität. Sie legte mit Elan los, senkte die Kosten, beschleunigte das organische Wachstum zusätzlich durch viele Übernahmen und setzte damit ihre strategischen Prioritäten konsequent um. Tabus kannte sie nicht: Sogar den Hauptsitz verschob sie, von Genf nach Baar im Kanton Zug.
Doch heute, zwei Jahre nach ihrem Antritt, ist der Kurs noch immer fast gleich hoch wie bei Amtsantritt (Stand 21. Mai). Als Grund sieht Michael Foeth, Finanzanalyst beim Investmenthaus Vontobel, die verhaltene Entwicklung der Margen. In der ersten Phase sei es um die Vereinfachung der Strukturen gegangen, das habe Picaud mit Erfolg durchgesetzt. «Doch wir sind jetzt schon am Anfang des dritten Jahres unter ihrer Ägide. Der Markt hat wohl erwartet, dass die Profitabilität schneller ansteigen würde», sagt Foeth. Dass dies nicht geschehen sei, habe auch damit zu tun, dass Picaud stark reinvestiert habe für zukünftiges Wachstum.
Umso gespannter sind viele Analysten auf den angekündigten Kapitalmarkttag im November. Dann muss sie zeigen, was genau die Früchte ihrer Repositionierung sind. Sollte endlich Schub in die Sache kommen und sich die Aussicht auf bessere Margen verstärken, könnte die Zurückhaltung im Markt weichen. Foeth hat die Aktien auf «Buy» gesetzt, und auch die Kollegen von der ZKB empfehlen «Übergewichten».

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