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Dank Stabilität und gutem Ruf

Die Schweiz dominiert in der globalen Schiedsgerichtsbarkeit

Zürich und Genf sind führende Schiedsorte, wenn es darum geht, Milliardenkonflikte beizulegen und global ­vollstreckbare Entscheide zu fällen.

Monica Fahmy

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Standortvorteil: Die Schweiz ist einer der wichtigsten globalen Schiedsplätze – dank politischer Stabilität, institutioneller Verlässlichkeit, Neutralität und ihrem guten Ruf. Illustration: Tessy Rupert / Die Illustration wurde von einem KI-Tool generiert.

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Wer wissen will, wie sehr die Schweiz in der Weltwirtschaft über ihre Grösse hinauswirkt, muss nicht nur auf Rohstoffhandel oder Pharma schauen. Es lohnt sich auch ein Blick in jene Konferenzräume, in denen über Lieferverträge, Energieanlagen, Post-M&A-Streitigkeiten oder Investitionsschutz entschieden wird. «Die Schweiz ist einer der wichtigsten globalen Schiedsplätze», sagt Felix Dasser, Partner bei Homburger, Titularprofessor der Universität Zürich und ehemaliger Präsident der Swiss Arbitration Association. Das zeige sich unter anderem daran, dass die Schweiz bei Verfahren der Internationalen Handelskammer seit Jahren zu den meistgewählten Schiedsorten gehört. Hinzu komme eine Sonderstellung im Sport: Mit dem Court of Arbitration for Sport (CAS) in Lausanne sitzt das weltweit prägendste Sportschiedsgericht in der Schweiz.
Am CAS in Lausanne haben zahlreiche Fälle globale Aufmerksamkeit erlangt. Besonders bekannt ist der Streit um die südafrikanische Läuferin Caster Semenya, die sich gegen Regelungen des Leichtathletik-Weltverbands zu Testosteronwerten wehrte. Die dreimalige 800-Meter-Weltmeisterin ist intersexuell, keine Frau konnte sie im Wettkampf schlagen. Sie hatte sich dagegen gewehrt, ihre Testosteronwerte künstlich zu senken. Das CAS bestätigte 2019 die umstrittenen Vorschriften, was eine internationale Debatte über Diskriminierung und die Grenzen sportlicher Regulierung auslöste. Ebenso prägend waren die zahlreichen Verfahren rund um russische Athleten nach den Olympischen Spielen, bei denen es um systematisches Doping und staatliche Einflussnahme ging.

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Auch bei Investitionsstreitigkeiten zwischen Staaten und ausländischen Investoren wird die Schweiz oft als neutraler Schiedsort gewählt. Ein Beispiel ist das Verfahren EDF Energies Nouvelles S.A. v. Kingdom of Spain: Die französische Investorin baute Solaranlagen in Spanien, doch die staatlich garantierten Einspeisevergütungen wurden später massiv gekürzt. Im Investitionsschiedsverfahren sprach ihr ein Schiedsgericht in Genf 2023 rund 30 Millionen Euro Schadenersatz zu. Spanien focht diesen Schiedsspruch vor Bundesgericht an, solche Intra-EU-Verfahren seien nach Europäischem Gerichtshof unzulässig. Das Bundesgericht wies die Beschwerde ab und bestätigte die Zuständigkeit von Schiedsgerichten in der Schweiz ausdrücklich – und machte den Fall damit zu einem Schlüsselbeispiel für die schiedsfreundliche Position der Schweiz im europäischen Kontext.
Schiedsplatz Genf: Die Calvinstadt spricht eher lateinamerikanische und afrikanische Parteien an, nicht zuletzt dank der Dichte internationaler Organisationen vor Ort und ihrer historischen Rolle als globaler Verhandlungsort.
Schiedsplatz Genf: Die Calvinstadt spricht eher lateinamerikanische und afrikanische Parteien an, nicht zuletzt dank der Dichte internationaler Organisationen vor Ort und ihrer historischen Rolle als globaler Verhandlungsort.Salvatore di Nolfi
Schiedsplatz Genf: Die Calvinstadt spricht eher lateinamerikanische und afrikanische Parteien an, nicht zuletzt dank der Dichte internationaler Organisationen vor Ort und ihrer historischen Rolle als globaler Verhandlungsort.
Schiedsplatz Genf: Die Calvinstadt spricht eher lateinamerikanische und afrikanische Parteien an, nicht zuletzt dank der Dichte internationaler Organisationen vor Ort und ihrer historischen Rolle als globaler Verhandlungsort.Salvatore di Nolfi

Doppelte Verankerung

Grössere Dimensionen erreichte das sogenannte Yukos-Schiedsverfahren. Ehemalige Aktionäre des russischen Ölkonzerns verklagten Russland wegen der Zerschlagung des Unternehmens. Ein internationales Schiedsgericht sprach ihnen 2014 über 50 Milliarden US-Dollar Schadenersatz zu – einer der höchsten Beträge in der Geschichte der Schiedsgerichtsbarkeit. Ein etwas weniger spektakuläres Yukos/Russland-Verfahren war dasjenige der luxemburgischen Yukos Capital, die erfolgreich in Genf gegen die Enteignung ihrer Investitionen durch Russland vorging. Das Schiedsgericht sprach der Investorin Schadenersatz in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar zu. Russland klagte dagegen vor Bundesgericht, die Klage wurde abgewiesen.

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«Die Schweiz sticht im internationalen Umfeld heraus, da wir mit Genf und Zürich zwei international anerkannte Schiedsplätze aufweisen können», sagt Andrea Meier, Partnerin bei Walder Wyss und Präsidentin der Swiss Arbitration Association (ASA), eines Thinktanks der internationalen Schiedsgerichtbarkeit mit über 1000 Mitgliedern aus mehr als 50 Jurisdiktionen. Beide Städte gehörten zu den meistgewählten Schiedsorten bei internationalen Streitigkeiten. Diese doppelte Verankerung sei «sinnbildlich für die Schweizer Vielfältigkeit», welche ausgezeichnet zur internationalen Schiedsgerichtsbarkeit passe.Genf spricht laut Felix Dasser «eher die romanische Welt an», frankofone Länder und spanischsprachige Parteien, also generell Lateinamerika und Afrika. Der Standort profitiere von der Dichte internationaler Organisationen, von der Diplomatie und von der historischen Rolle der Stadt als globaler Verhandlungsort. Zürich dagegen sei beliebt bei deutschen sowie ost- und zentraleuropäischen Parteien. Die Stadt ist wirtschaftsnäher, transaktionsnäher, nüchterner – und für viele Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum kulturell näher.
Viele Verträge mit Schiedsklauseln liefen über etliche Jahre bis sogar Jahrzehnte, so Dasser. Wer eine Schiedsklausel in einen langfristigen Vertrag schreibt, wettet auf die Funktionsfähigkeit eines Standorts in der Zukunft. Gerade dort spielt die Schweiz ihren klassischen Trumpf aus: politische Stabilität, institutionelle Verlässlichkeit, Neutralität. Dasser und Meier verweisen zusätzlich auf einen Reputationsvorteil: Die Schweiz geniesse in vielen Staaten auch wegen ihrer fehlenden Kolonialgeschichte einen guten Ruf. Für Parteien aus politisch heiklen oder historisch belasteten Beziehungen ist das kein Nebenaspekt.

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Dass Genf und Zürich im Arbitration-Markt mithalten können, liegt am Gesamtpaket. Dasser spricht vom «wohl liberalsten Recht für internationale Schiedsverfahren» mit einer besonders grossen Freiheit der Parteien bei der Wahl des Verfahrens und der Verfahrensgestaltung. Ein wichtiger Standortvorteil liegt allerdings im Umgang mit dem Schiedsspruch selbst. Beschwerden gegen internationale Schiedssprüche gehen in der Schweiz direkt ans Bundesgericht. Dort, sagt Dasser, üben «sehr erfahrene Richterinnen, Richter und Gerichtsschreiber eine zurückhaltende Kontrolle aus». Im Schnitt dauere ein solches Verfahren «nur ein halbes Jahr», die Erfolgschance einer Beschwerde liege bei bloss rund sieben Prozent.
Schiedsplatz Zürich: In der Limmatstadt werden gerne Verfahren mit deutschen sowie ost- und zentraleuropäischen Parteien ausgetragen. Die Schweizer Businesshauptstadt ist wirtschafts- und transaktionsnah.
Schiedsplatz Zürich: In der Limmatstadt werden gerne Verfahren mit deutschen sowie ost- und zentraleuropäischen Parteien ausgetragen. Die Schweizer Businesshauptstadt ist wirtschafts- und transaktionsnah.KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER
Schiedsplatz Zürich: In der Limmatstadt werden gerne Verfahren mit deutschen sowie ost- und zentraleuropäischen Parteien ausgetragen. Die Schweizer Businesshauptstadt ist wirtschafts- und transaktionsnah.
Schiedsplatz Zürich: In der Limmatstadt werden gerne Verfahren mit deutschen sowie ost- und zentraleuropäischen Parteien ausgetragen. Die Schweizer Businesshauptstadt ist wirtschafts- und transaktionsnah.KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

Fern der Öffentlichkeit

Für Unternehmen ist das ein handfester Wettbewerbsvorteil. In mehreren anderen Ländern dauern Anfechtungsverfahren oft mehrere Jahre und verursachen «ein Vielfaches an Anwaltskosten und Aufhebungsrisiken», so Dasser. Die Schweiz verkauft deshalb nicht bloss Diskretion, sondern Endgültigkeit.

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«Unternehmen wollen einen Streit entschieden haben, nicht in den Medien ihre allfälligen Probleme erklären», sagt Dasser. In vielen Staaten, gerade im Common Law, sind staatliche Verfahren grundsätzlich öffentlich. Schiedsverfahren erlauben es dagegen, sensible Verträge, technische Details, Preisformeln oder Geschäftsgeheimnisse aus der breiten Öffentlichkeit herauszuhalten. Hinzu kommt: Schiedsentscheide sind global vollstreckbar aufgrund des New Yorker Übereinkommens von 1958. Ein staatliches Urteil ist ausserhalb des eigenen Rechtsraums dagegen oft nur regional – oder gar nicht – durchsetzbar.
Parteien in einem internationalen Vertrag wollen zudem im Konfliktfall gerade nicht vor das Heimgericht der Gegenpartei gezwungen werden, sondern ein Forum, dem beide Seiten vertrauen können. Die Parteien können die Schiedsrichter auswählen, also «Leute benennen, denen sie die nötigen Fähigkeiten und den nötigen Einsatz zutrauen», so Dasser. Vor staatlichen Gerichten ist das unmöglich. Aufgrund ihrer langen Tradition als international renommierter Schiedsplatz habe sich in der Schweiz «ein tiefes Verständnis dazu herausgebildet, was ein internationales Schiedsverfahren ausmacht», sagt Andrea Meier. Ein Verfahren, das von international anerkannten verfahrensrechtlichen Grundsätzen geleitet werde, aber kulturelle Unterschiede berücksichtige: «Im internationalen Kontext ist dieser integrative Ansatz von unschätzbarem Wert.»

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Felix Dasser: «Firmen wollen einen Streit entschieden haben, nicht in den Medien ihre allfälligen Probleme erklären.»
Felix Dasser: «Firmen wollen einen Streit entschieden haben, nicht in den Medien ihre allfälligen Probleme erklären.»PR
Felix Dasser: «Firmen wollen einen Streit entschieden haben, nicht in den Medien ihre allfälligen Probleme erklären.»
Felix Dasser: «Firmen wollen einen Streit entschieden haben, nicht in den Medien ihre allfälligen Probleme erklären.»PR
Die Schiedsgerichtsbarkeit lebt von Effizienz und Expertise. Beides hat seinen Preis. Streitwerte im Milliardenbereich bedeuten allerdings nicht automatisch, dass alle Beteiligten Millionen verdienen. «Es geht von einigen Zehntausend bis zu einigen Millionen Franken, je nach Streitwert, Komplexität, Dauer und Auftrag», sagt Dasser. Entscheidend sei am Ende auch, wie der Mandant das Mandat strukturiere – etwa über Fixhonorare oder Kostenobergrenzen. Dasser spricht offen von einem «zunehmenden Problem», wenn es um Kosten und Dauer internationaler Verfahren geht. Die Kostenspirale werde vor allem von Common-Law-geprägten Verfahrensstilen befeuert: riesige Teams, tausendseitige Rechtsschriften, ausufernde Dokumentenedition.

Wer führend ist

Die ASA versucht seit Jahren, diesem Trend entgegenzuwirken – unter anderem mit Ausbildungsformaten und Tipps zur Eindämmung der kostspieligen Document Production. Die Schweiz profitiert hier von einer juristischen Kultur, die weniger auf Maximierung des Apparats als auf Konzentration des Falls angelegt ist. «Wir haben gelernt, Pragmatismus mit Qualität zu verbinden», sagt Andrea Meier. Es gebe zweifellos Verfahren, die grössere Anwaltsteams erforderten. Schweizer Kanzleien verfügten dafür über schlagkräftige Prozessführungsteams zu international attraktiven Konditionen. «Aber nicht jeder Streitfall rechtfertigt ein grosses Aufgebot. Oft gilt auch in der Prozessführung: Weniger ist mehr.»

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Wer den Markt beherrscht, lässt sich nicht an einer offiziellen Liste ablesen. Dasser und Meier weigern sich ausdrücklich, einzelne Kanzleien oder «Star Arbitrators» zu adeln. Es gebe dafür League Tables, etwa von Chambers & Partners; sie seien «wie alle natürlich nur beschränkt aussagekräftig». Im Schweizer Markt tauchen in den obersten Bändern für Arbitration regelmässig Homburger, Lalive, Lenz & Staehelin, LKK Arbitration und Schellenberg Wittmer auf; dahinter folgen unter anderem Bär & Karrer, Pestalozzi, Peter & Kim und Walder Wyss. Das Bild deckt sich weitgehend mit Legal 500, dem internationalen Rankingunternehmen, das Anwälte bewertet. Es zeigt vor allem eines: Der Markt ist zweigeteilt. Einerseits dominieren grosse klassische Wirtschaftskanzleien mit breiter Corporate-Basis und internationaler Mandantschaft. Andererseits haben sich hoch spezialisierte Arbitration-Boutiquen etabliert, deren gesamtes Geschäftsmodell auf Schiedsverfahren zugeschnitten ist.
Die Rivalen der Schweiz sind bekannt: London, Paris, Singapur, Hongkong, zunehmend auch New York. London bleibt der klassische Schiedsplatz der Common-Law-Welt, Paris profitiert von der Internationalen Handelskammer, Singapur von staatlicher Förderung und effizienter Justiz, Hongkong von seiner Stellung im China-Geschäft. Dasser weist darauf hin, dass gerade die Common-Law-Jurisdiktionen in den vergangenen Jahrzehnten stark zugelegt hätten – auch wegen der globalen Expansion englischer und amerikanischer Grosskanzleien.

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«Wir sehen immer mehr Frauen, welche die Anwaltsteams führen und die Prozessstrategie bestimmen», hält Andrea Meier fest.
«Wir sehen immer mehr Frauen, welche die Anwaltsteams führen und die Prozessstrategie bestimmen», hält Andrea Meier fest.PR
«Wir sehen immer mehr Frauen, welche die Anwaltsteams führen und die Prozessstrategie bestimmen», hält Andrea Meier fest.
«Wir sehen immer mehr Frauen, welche die Anwaltsteams führen und die Prozessstrategie bestimmen», hält Andrea Meier fest.PR
Die eigentliche Veränderung im Markt verläuft heute auf drei Ebenen zugleich: geografisch, institutionell, kulturell. Geografisch, weil Asien längst kein Nebenschauplatz mehr ist. Institutionell, weil sich innerhalb des Marktes spezialisierte Boutiquen neben die klassischen Grosskanzleien schieben. Und kulturell, weil ein System, das laut Dasser «eine Domäne weisser europäischer Männer» gewesen sei, sichtbar pluraler wird. «Wir sehen immer mehr Frauen, welche die Anwaltsteams führen und die Prozessstrategie bestimmen», sagt Andrea Meier. Das liege auch daran, dass in den Unternehmen selbst mehr Frauen in leitenden Positionen anzutreffen seien.
2025 seien 47 Prozent der benannten Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter Frauen gewesen, sagt Korinna von Trotha, Executive Director der ASA und des Swiss Arbitration Centre. Darüber hinaus versuche das Centre, jungen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern ein erstes Mandat zu ermöglichen, soweit es die Fallkonstellation zulasse. Für einen Markt, der lange von Wiederwahl, Reputation und geschlossenen Netzwerken lebte, ist das mehr als Symbolpolitik. Es ist eine strukturelle Verschiebung.

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Diversität sei zudem nicht nur eine Frage des Geschlechts, betont Andrea Meier. Die internationale Schiedsgerichtsbarkeit sei eines der wenigen Rechtsgebiete, in denen Anwältinnen und Anwälte relativ selbstverständlich grenzüberschreitend in Teams arbeiten könnten. Genau diese Mischung aus regionaler, kultureller und professioneller Vielfalt stärke den Standort.

EU in der Verantwortung

Die geopolitische Lage spielt der Schiedsgerichtsbarkeit paradoxerweise in die Hände – und erschwert zugleich ihre Praxis. Historisch gewann sie ja an Bedeutung, weil Ost und West ihre Handelsstreitigkeiten im Kalten Krieg lieber vor neutrale Schiedsgerichte als vor staatliche Gerichte der Gegenseite trugen. Es gab zwar Sanktionen, aber nicht gegen Schiedsverfahren. «Neu ist leider, dass Sanktionen heute teilweise auch die Streitschlichtung erfassen», sagt Felix Dasser. Das erschwere Verfahren und verunmögliche sie in Einzelfällen sogar. «Die EU steht da leider auch in der Verantwortung; etwas mehr Geschichtsbewusstsein würde ihr guttun.»
Bisher konnten alle Verfahren mit Sanktionsbezug vom Swiss Arbitration Centre administriert werden, sagt Korinna von Trotha. Gerade in einer konfliktreicheren Welt ist das zentral. Entscheidend ist nicht nur das Renommee eines Standorts, sondern seine Fähigkeit, Verfahren auch unter regulatorischem Druck tatsächlich durch den Apparat zu bringen. Die Arbeit wird den Schiedspraktikern so schnell nicht ausgehen. «Wir erwarten eine ganze Reihe von Auseinandersetzungen aufgrund der erheblichen Auswirkungen der aktuellen globalen Konflikte auf die internationalen Lieferketten und Energiemärkte», sagt Andrea Meier. Der Schiedsplatz Schweiz stehe bereit, um «eine friedliche und effiziente Lösung» dieser Auseinandersetzungen zu gewährleisten.

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Man kann das als Standortmarketing lesen. Oder als realistische Beschreibung dessen, was folgt, wenn Zölle, Kriege, Exportverbote, Energiepreisschocks und Vertragsstörungen die Weltwirtschaft zerlegen.

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