Zug, Basel, Luzern und Co. vergeben Subventionen als ein Steuerdoping
Lange waren tiefe Gewinnsteuern und kantonale Steuerdeals die stärksten Mittel der Standortförderung. Das funktioniert immer weniger. Jetzt liefern sich die Kantone einen Subventionswettbewerb.
In der Schweiz aber gilt für alle Grossfirmen eine Gewinnsteuerbelastung von 15 Prozent – auch in Zug (Bild). Deshalb locken die Kantone mit anderen Goodies.Keystone
Wenn Firmen eine Ansiedlung evaluieren, sind tiefe Steuern nicht das allein seligmachende Argument. Dies betonen Wirtschaftsförderer. Rechtssicherheit, ein liberaler Arbeitsmarkt, Lohnkosten, Stromsicherheit, Branchencluster und geeignete Immobilien seien wichtige Kriterien. «Verglichen wird alles, was auf einem Excel-Sheet dargestellt werden kann», sagt Remo Keller, Steuerexperte des Zürcher Anwaltsbüros Pestalozzi, «aber die Aussicht auf tiefe Gewinnsteuern ist nach wie vor sehr bedeutend».
Die härtesten ausländischen Konkurrenten der Schweiz sind Singapur, Irland und die Niederlande. Doch auch die Schweiz selbst kennt einen starken interregionalen Steuerwettbewerb. Die grössten Rivalen heissen Zug, Luzern und Nidwalden mit einer effektiven Steuerbelastung um die 11,7 Prozent gemessen am Gewinn.