Grossbaustelle von Flexbase in Laufenburg: Am ehemaligen Sitz der Netzgesellschaft Swissgrid sollen ein Rechenzentrum und eine Gigawatt-Batterie entstehen. Gleich nebenan befinden sich die wichtigsten Strom-Importleitungen aus Deutschland.zVg
Einmal mehr wird im aargauischen Laufenburg an der Energiezukunft gebaut. Dort, wo vor 68 Jahren erstmals die Stromnetze von Deutschland, Frankreich und der Schweiz verbunden wurden und an Spitzentagen die Strommenge mehrerer AKW über den Rhein fliesst, befindet sich eine der grössten Baustellen der Schweiz: Am einstigen Hauptsitz der Netzbetreiberin Swissgrid gräbt sich das Unternehmen Flexbase in die Tiefe. Auf einer Fläche von mehreren Fussballfeldern entsteht nicht nur ein Rechenzentrum der Superklasse, sondern auch eine riesige Batterie mit Atomkraftwerkdimension: Im Vollausbau soll sie während ein bis zwei Stunden 1,2 Gigawatt (GW) Leistung ins Stromnetz einspeisen können, so viel wie das AKW Gösgen.
Auch finanziell spielt das Projekt in der Oberliga. Geschäftsführer Marcel Aumer spricht von 1 bis 5 Milliarden Franken Investitionen für das Gesamtprojekt, wird dabei aber nicht konkreter. Es sind Kennzahlen, die niemanden kühl lassen. Jeder in der Strombranche spricht über das verrückte Projekt des früheren Axpo-Managers.