Audiospace ist die Software-as-a-Service-Plattform für Audioanbieter wie Radio und Podcasts, die alle digitalen Kanäle wie Apps und Websites als White-Label-Lösung vereint. Über ein zentrales Dashboard lassen sich Inhalte, Nutzer, Kampagnen und Daten steuern. So können Audioanbieter auf effizienteste Weise ihre Nutzer personalisiert erreichen, Daten gewinnen und die Umsätze sofort, auch automatisiert, steigern.
Wie ist sie entstanden?
Wir erkannten den Wandel in der Radiobranche und im Werbemarkt frühzeitig: Statt geschätzter Reichweiten erwarten Werbekunden präzise Zielgruppen, optimierbare Kampagnen und messbare Wirkung in Echtzeit. Da UKW und DAB+ das nicht leisten, entscheidet sich die Zukunft von Audio online.
Warum der Name?
Wir entwickeln das zentrale Zuhause von Audiomarken im digitalen Raum.
Gründer: Jan Müller (41), CEO; Damian Hoop (56), VR-Präsident
Firmensitz: Zürich
Anzahl Mitarbeiter: 10
Umsatzziel für 2026: siebenstellig
Profitabel: seit 2025
Woher stammt das Starkapital?
Von den Co-Gründern Damian Hoop und Jan Müller.
Womit erzielen Sie die Umsätze?
Mit Lizenzgebühren, Beteiligungen an generierten Werbeeinnahmen, Upselling durch Zusatzservices und Spezialentwicklungen.
Die Vision?
Wir wollen die weltweit führende Plattform für Audiomedien aufbauen. Wir schaffen ein globales Netzwerk individueller Marken, die nach aussen eigenständig auftreten, im Hintergrund jedoch zu einem Ökosystem verbunden sind. Durch die Bündelung von Nutzern, Daten und Reichweite entsteht ein neues, internationales Angebot, das Skalierung, Monetarisierung und Innovation auf ein neues Level hebt.
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Die grosse Stärke?
Wir vereinen Expertise in Audiomedien und Technologie in einer Lösung und verstehen so die Bedürfnisse unserer Kunden besser. Dadurch entwickeln wir gezielte Lösungen und sind bereits in Europa und den USA erfolgreich etabliert. Unser Produkt überzeugt mit starkem Nutzererlebnis und generiert ab Tag eins direkte Umsätze, oft über der Investition.
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Die grösste Herausforderung?
Der Audio- und vor allem der Radiomarkt sind stark fragmentiert, mit vielen Anbietern auf unterschiedlichen Wissens- und Entwicklungsstufen. Gleichzeitig müssen Entwicklungskosten mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten der Kunden in Einklang gebracht werden. Daher ist dieses Geschäft vor allem über einen globalen, skalierbaren Vertrieb nachhaltig erfolgreich.
Der bisher grösste Erfolg?
Der Gewinn eines internationalen Pitches mit Connoisseur Media, einem der zehn grössten Radionetzwerke der USA mit über 200 Radiostationen.
Das Überraschendste bisher?
Die US-amerikanische Radioindustrie ist als weltweit grösster und bedeutendster Markt bemerkenswert offen gegenüber einer Schweizer Lösung, obwohl unsere stärksten technologischen Wettbewerber dort ansässig sind.
Der nächste Schritt?
Die weitere Skalierung in den Vereinigten Staaten und Europa mit dem Ziel, täglich möglichst viele Nutzer auf unserer Plattform zu erreichen.
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Expertenmeinung
▶ «Schweizer Sackmesser»
«Audiospace ist in einer super B2B-Nische: Die Firma entwickelt quasi das Schweizer Sackmesser für Radiosender. Es gibt rund 15’000 kommerzielle Radiostationen weltweit, davon ist die Hälfte in den USA. 1000 davon hat Audiospace schon als Kunden gewonnen. Bisher macht man zwei Drittel des Umsatzes mit SaaS, jetzt baut man auch noch ein Werbenetzwerk auf. Langfristig will man mit Werbung auf den Onlinechannels der Radiostationen mehr Geld verdienen als mit der Software. Als Nächstes kommen dann die TV-Stationen dran, weil die die gleichen Herausforderungen haben, später eventuell auch regionale News-Apps. Skalierungspotenzial ist also vorhanden. Das Gründerteam ist spannend, der CEO kommt vom Radio und weiss, wovon er spricht. Aber die Führungsebene muss sich noch verbreitern. Direkte Konkurrenz gibt es nicht, aber es besteht natürlich die Gefahr, dass die grossen Radionetzwerke etwas Ähnliches selber bauen. Die Firma ist profitabel und aus dem Cashflow gewachsen, so, wie es sein soll. Audiospace wird nie eine Milliarde Umsatz machen, aber den jetzigen Umsatz kann man sicher verzehn- bis verzwanzigfachen und dann schöne Dividenden zahlen.»
Roland Zeller von Innuvik Ventures ist VR in zahlreichen Start-ups.Eva Olibet
Roland Zeller von Innuvik Ventures ist VR in zahlreichen Start-ups.Eva Olibet
▶ «Nicht attraktiv»
«Audiospace baut eine Plattform für Radiostationen in der digitalen Welt. Es ist eine White-Label-Lösung, die Firma betreibt kein Branding, niemand wird sie kennen. Prinzipiell ist die Software gut skalierbar, allerdings ist im Aufbau auch viel Consulting mit dabei. Der Gründer kommt sehr gut an, stammt aus der Branche, scheint ambitiös, aber er ist eine One-Man-Show. Er ist auch der einzige Verkäufer. Es gibt nicht einmal ein Board, nur ein Advisory Board. Das grösste Problem ist aber das Businessmodell: Audiospace verdient viel zu wenig pro Station – mit 300 Kunden gerade mal einen einstelligen Millionenbetrag. Vielleicht lässt sich mit Upselling noch etwas herausholen. Konkurrenz gibt es – Audiospace sagt, sie seien moderner und günstiger, weil sie in Indonesien entwickeln lassen. Das überzeugt mich nicht, das kann man schnell kopieren. Audiospace sollte jetzt Geld einsammeln, mindestens zwei Millionen, und damit das Verkäuferteam ausbauen und schneller internationalisieren. Dann kann man organisch wachsen. Aber der Gründer tut sich schwer damit, Anteile abzugeben. Eine Riesenfirma wird das nicht werden. Für einen VC ist der Case nicht attraktiv.»
Alex Fries ist Gründer von Digital Twins und lebt im Silicon Valley.PR
Alex Fries ist Gründer von Digital Twins und lebt im Silicon Valley.PR
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