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CEO-Studie

Führungsetagen werden internationaler – und bleiben männlich

In Schweizer Chefetagen gab es zuletzt viele Wechsel. Die Zahl ausländischer CEOs ist gestiegen, im Gegensatz zu einer anderen Quote.

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In den Führungsetagen Schweizer Konzerne herrscht viel Dynamik. Die Fluktuation war im Jahr 2025 sehr hoch. Laut der aktuellen Studie «Route to the Top Europe 2026» der Personalberatung Heidrick & Struggles wurden binnen eines Jahres rund 15 Prozent der Schweizer CEO-Posten neu besetzt. Diese Erneuerungswelle verändert das Gesicht der Schweizer Wirtschaft – vor allem wurde sie noch internationaler.
Der Anteil ausländischer CEOs erreicht einen Rekordwert von 63 Prozent, nachdem er jahrelang bei rund 50 Prozent verharrt hatte. In keinem anderen Land, das in der Studie analysiert wurde, ist der Anteil ausländischer Chefs so hoch. Von sieben Neubesetzungen ist nur einer gebürtiger Schweizer. Während Philipp Navratil bei Nestlé und Jan Jenisch bei Amrize das globale Profil schärfen, ist Stefan Bollinger bei Julius Bär eine helvetische Ausnahme.
Auch andere Traditionsfirmen haben neue CEOs mit internationalem Hintergrund gefunden. Paolo Compagna wurde bei Schindler zum Chef berufen, Eric Bernard bei Sonova, und Panagiotis «Takis» Spiliopoulos stieg bei Temenos vom Finanzchef zum CEO auf. Untersucht wurden die 50 im Schweizer SMI Expanded Index enthaltenen Firmen.
Während die Internationalität in der Schweiz wächst, bleibt der Frauenanteil mit gut sechs Prozent ein Armutszeugnis. In den untersuchten Firmen sitzen gerade mal drei Frauen an der Spitze – daran hat sich unterm Strich nichts geändert. Anne-Kristin Erkens, die den CEO-Posten bei SIG 2025 interimistisch übernommen hat, konzentriert sich seit März wieder ganz auf das CFO-Amt.

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Während sich die Schweiz erneuert, agiert das europäische Umland defensiv. Konfrontiert mit geopolitischen Krisen und schwachem Wachstum, setzen Verwaltungsräte auf ältere, vermeintlich krisenerprobte Profile. Fast die Hälfte der CEOs hielt laut der Studie von Heidrick & Struggles den Posten bereits andernorts; das Durchschnittsalter stieg auf 57,5 Jahre. Die Daten zeigen, dass die vermeintliche Sicherheit täuscht: Fast vier von zehn Firmen haben eine Person an der Spitze, deren Kompetenzen nicht zu den anstehenden strategischen Herausforderungen passen.

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