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DSM-Firmenich-Präsident

Richard Ridingers neue Karriere

Der frühere Lonza-Chef Richard Ridinger übernimmt das VR-Präsidium beim Aromenhersteller DSM-Firmenich. Die Wahl überrascht aus mehreren Gründen.

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Der ehemalige Lonza-Chef Richard Ridinger ist neu VR-Präsident von DSM-Firmenich.
Der ehemalige Lonza-Chef Richard Ridinger ist neu VR-Präsident von DSM-Firmenich. Philippe Wiget

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Mit der Wahl zum Verwaltungsratspräsidenten von DSM-Firmenich meldet sich Richard Ridinger an vorderster Front der Schweizer Wirtschaft zurück. Nach seinem Abgang als Konzernchef von Lonza 2019 war es hierzulande ruhig um den 68-Jährigen geworden. Zwar blieb er international gefragt – etwa als Präsident des Chemie- distributors Brenntag –, doch der Posten beim Genfer Aromen- und Duftstoffriesen bringt ihn zurück an die Spitze eines kotierten Schweizer Konzerns. Ein ebenso prestigeträchtiges wie wohl lukratives Mandat.
Auf den ersten Blick wirft die Personalie Fragen auf. Ridinger ist zwei Jahre älter als Vorgänger Thomas Leysen (66), der sich nach Abschluss von Fusion und Integration zurückzieht. Zudem gilt der Manager zwar als erfahrener Chemie- und Life-Sciences-Kenner, im Konsumgüter- und Aromengeschäft fehlt ihm jedoch die Branchenerfahrung.

Rückhalt der Grossaktionäre

Dass die Wahl bei den Aktionären an der ausserordentlichen Generalversammlung Mitte Oktober trotzdem auf Ridinger fiel, dürfte an seiner Vorgeschichte liegen. Ridinger sass bereits ab 2016 im Verwaltungsrat der alten Firmenich und geniesst den Rückhalt der Genfer Gründerfamilie, die nach wie vor drei von zehn Sitzen hält. Vor allem aber steht der Konzern vor einer operativen Bewährungsprobe: Bis 2028 soll die bereinigte Ebitda-Marge auf 22 bis 23 Prozent steigen. Um die Lücke zu schliessen, laufen ein Sparprogramm über 100 Millionen Euro und der Abbau von 1000 Stellen. Ridingers Track Record bei Lonza dürfte für das Aktionariat der ausschlaggebende Grund gewesen sein.

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