Um zum Eingang zu gelangen, muss man sich durch eine Baustelle schlΓ€ngeln. Draussen hΓ€ngt noch kein TΓΌrschild, im Lift noch der Name des Vormieters: Congo, ein Energydrink-Produzent. Die BΓΌros stehen an diesem Herbsttag grossteils leer, die MΓΆbel kommen erst noch. Mit Filzstift hat jemand an eine Wandtafel gekritzelt: Β«Swimming: Wednesday. Playstation: Friday?Β», die Namen der Sitzungszimmer sind jeweils mit einem Blatt Papier angeschrieben. Β«Das wird alles noch werdenΒ», sagt Michael Sidler. Muss es auch: Ende Januar soll die Welcome Party im neuen Zuhause von Redalpine steigen.
Hier, in der NΓ€he des Bahnhofs Zug, lΓ€sst sich gerade eine der erfolgreichsten Schweizer Venture-Capital-Firmen nieder. Und die Γ€lteste: Bereits seit 2006 ist Redalpine als professioneller Risikokapitalgeber unterwegs. Assets von 1,3 Milliarden Franken verwaltet die Firma heute mit ihren 45 Mitarbeitern, Ende 2026 sollen es ΓΌber 2 Milliarden sein. Sieben Early Stage Funds hat man lanciert, gerade arbeitet man am achten, zudem an einem Growth und an einem Evergreen Fund. Γber 100 Jungunternehmen wurden bisher finanziert, die zusammen mehr als 10β000 Jobs und 11,6 Milliarden Franken an Wert geschaffen haben. 75βProzent der Geldgeber investieren beim nΓ€chsten Fund erneut. Kein Wunder: Die Internal Rate of Return (IRR) liegt ΓΌber alle Funds bei 23,2 Prozent, der TVPI (Total Value to Paid-In), also der Gesamtwert pro investiertem Franken, bei 4. Der durchschnittliche Schweizer VC schafft laut einer gerade erschienenen Studie der Uni Basel 14βProzent IRR bzw. 1.5βTVPI. Redalpine liegt also klar drΓΌber.