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WEF: Kaum Frauen, dafür umso mehr Amerikaner

2500 Politik- und Wirtschaftsgrössen nehmen am WEF in Davos teil. Zwei Dinge haben sich dabei in puncto Teilnehmer bis heute nicht geändert: Die Dominanz der Amerikaner und der geringe Frauenanteil.

Die besten Bilder vom WEF 2015: Im Kongresszentrum in Davos warten die unterschiedlichsten Teilnehmer.swiss-image.ch
Vereinzelt machen Demonstranten auf ihre Anliegen aufmerksam.
Yahoo-Chefin Marissa Mayer ist in bester Laune. Nach einer turbulenten Zeit ist das Internetunternehmen erneut auf Wachstumskurs.
Ein WEF-Besucher schaut mit Samsungs Headset Gear VR einen 3D-Film.Bloomberg
Christine Lagarde spricht als Chefin des Internationalen Währungsfonds über die Lage der Weltwirtschaft.
Im offenen Forum regt der chinesische Literaturprofessor Wang Hui zum interdisziplinären Denken an.
Am WEF lockert Humor die Stimmung auf. Tony Blair (rechts) zeigt sein breites Grinsen.
Das WEF nimmt auch humanitäre Anliegen auf. Bundespräsident Didier Burkhalter spricht mit der Geschäftsführerin Winnie Byanyima von Oxfam. Die Menschenrechtsorganisation warnt vor der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich.
Im Rahmen des World Economic Forums stärkt die Schweiz ihre Beziehung mit China.
In der Rede Petro Poroshenko hält der ukrainische Präsident ein durchlöchertes Blechstück hoch. Dieses Stück soll zeigen, wie sehr die Zivilbevölkerung im Konflikt leidet.
Parkierte Jets der Teilnehmer auf dem Flugplatz Dübendorf (ZH).
Mit diesen Schneemännern fordern verschiedene Nichtregierungsorganisationen mehr Engagement für Klimapolitik und Nachhaltigkeit.
Der Ex-US-Vizepräsident Al Gore spricht an einer Podiumsdiskussion. Die Bühne teilt er mit einem Superstar der internationalen Musikszene: Pharell Williams. Der US-Musiker ist für den Mega-Hit «Happy» verantwortlich und setzt sich in Davos für die Umwelt ein.
Al Gore mit dem WEF-Gründer Klaus Schwab.
In einer ersten Podiumsdiskussion ist auch Axel Weber, Verwaltungsratspräsident der UBS, dabei. Gesprochen wird über das «Wachstum im neuen Kontext». Dabei findet Weber lobende Worte für die SNB und die Aufgabe des Mindestkurses.
Da die Zeit knapp bemessen ist, tauschen sich Ex-SNB-Chef Philipp Hildebrand und Margarita Louis-Dreyfus auch während der «Crystal Award»-Zeremonie aus. Louis-Dreyfus ist die Chefin der «Louis Dreyfus Commodities» und wie Hildebrand von Blackrock im Finanzdienstleistungssektor tätig.
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko verlässt bereits am Ende des ersten Tages das WEF. Grund dafür ist die sich zuspitzende Situation im Osten der Ukraine.
Mit dem «Crystal Award» wird der italienische Tenor Andrea Bocelli für sein «Challanges»-Programm geehrt. In Zusammenarbeit mit der technischen Hochschule und Universität «Massachusetts Institute of Technology» (MIT) soll der Alltag von Sehbeeinträchtigten verbessert werden.
Am Mittwoch 21. Januar 2015 eröffnete das WEF in Davos seine Tore für 2500 illustre Gäste. Zum 45. Mal treffen sich die Grössen aus Politik und Wirtschaft in der Schweiz.Bilder: Keystone
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RMS

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Nicht weniger als 2500 Grössen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft nehmen am 45. Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos teil. Die mit Abstand grösste Fraktion stellen die USA.

Gemäss WEF-Angaben stammen 791 WEF-Besucher aus den Vereinigten Staaten. Danach folgen - weit abgeschlagen - die Briten (283), die Schweizer (280) und die Deutschen (126).

14 Nobelpreisträger

Das Durchschnittsalter beträgt 53 Jahre bei den Männern und 48 Jahre bei den Frauen. Der Frauenanteil liegt bei mageren 17 Prozent.

Laut den WEF-Organisatoren fanden sich insgesamt 300 Staats- und Regierungschefs und Minister in Davos ein. Die Entscheidungsträger aus der Wirtschaft bilden mit 1500 Personen die grösste Gruppe. Daneben kamen Akademiker - darunter 14 Nobelpreisträger -, Vertreter der Zivilgesellschaft sowie Medienschaffende ans WEF.

Merkel kommt zu Besuch

Der zweite offizielle WEF-Tag war für die Schweizer Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga derweil ein Marathon: Sie nahm an drei Veranstaltungen teil und führte mit acht ranghohen Politikern vertrauliche Gespräche. Für die Schweiz sprang damit etwas raus.

So liess sich zum Beispiel die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem Arbeitsbesuch in der Schweiz in den nächsten Monaten überzeugen.

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Migrationsdialog mit Ägypten

Mit dem EU-Präsidenten Martin Schulz sprach die Bundespräsidentin über die verzwickte Situation nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative. Die Schweiz will den Spagat schaffen, die Zuwanderung neu zu regeln, ohne aber mit der EU vertragsbrüchig zu werden. «Wir haben uns gegenseitig Gesprächsbereitschaft zugesichert», sagte die Bundespräsidentin.

Die Ausgangslage sei schwierig und es brauche Zeit, auf diesem Weg vorwärts zu kommen. Weiter vereinbarte Sommaruga mit Abdel Fatah al-Sisis, Präsident von Ägypten, einen Migrationsdialog.

(sda/ccr)

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