Nächsten Frühling ist Schluss: An der kommenden Generalversammlung muss Hubertus von Grünberg (72) altersbedingt das Präsidium beim Industriekonzern ABB abgeben. Das Rennen um die Nachfolge ist eröffnet. Unter den bisherigen Board-Membern drängt sich kein Kandidat auf. So stehen laut eingeweihten Kreisen derzeit zwei Möglichkeiten im Vordergrund: Von Grünberg könnte noch einmal um ein Jahr verlängern. Dazu müsste der VR die Alterslimite von derzeit 72 Jahren erhöhen, was er laut ABB-Reglement aus eigener Kraft tun kann und 2011 bereits einmal getan hat. Für diese Lösung spricht, dass sie die Stabilität in der Führungsriege wahrt, die letztes Jahr bereits den Abgang von CEO Joe Hogan zu verdauen hatte. Zudem harmonieren von Grünberg und der neue CEO
Ulrich Spiesshofer sehr gut. Würde von Grünberg für diese Lösung eintreten, käme er allerdings in den Hautgout eines Sesselklebers.