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Mega-Deal

US-Riese Monsanto greift nach Syngenta

US-Konzern Monsanto will sich Syngenta einverleiben. Bahnt sich eine Fusion der Saatgut-Riesen an? Ein konkretes Angebot liegt bereits vor - doch die Basler wollen nicht.

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Syngenta: Die Übernahme-Gerüchte treiben den Aktienkurs.   Keystone RMS

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Der weltgrâsste Saatguthersteller Monsanto will sich den Konkurrenten tatsÀchlich einverleiben. Syngenta hat bestÀtigt, dass der US-Konzern ein Angebot gemacht hat: «Syngenta bestÀtigt, dass von Monsanto ungefragt ein Übernahme-Angebot zu einem Preis von 449 Franken je Syngenta-Aktie mit einem Baranteil von 45 Prozent eingegangen ist», heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Der Verwaltungsrat habe aber einstimmig beschlossen, die 45-Milliarden-Offerte abzulehnen.

Das Angebot von Monsanto bewerte Syngenta angesichts der Zukunftsaussichten zu tief und unterschΓ€tze die bedeutenden Risiko einer solchen Transaktion wie behΓΆrdliche Genehmigungen und die ΓΆffentliche Meinung, heisst es weiter. Der Vorschlag von Monsanto sei nicht im besten Interesse von Syngenta, der AktionΓ€re und Stakeholder, glaubt der Syngenta-Verwaltungsrat.

Feuerwerk an der BΓΆrse

Weiter hΓ€lt der VR hinsichtlich des Kostenparprogramms Β«Accelerating Operational LeverageΒ» fest, dass man auf Kurs sei, die fΓΌr das laufende Jahr angestrebten Einsparungen von 265 Millionen US-Dollar zu erreichen. Zudem wird auch das Sparziel von 1 Milliarde bis 2018 bestΓ€tigt.

Die Syngenta-Aktie notieren um 9.20 Uhr 15,5 Prozent hΓΆher auf 384,40 Franken, womit sie aber klar unter dem bisherigen Tageshoch von 396,10 Franken stehen. Die UmsΓ€tze ΓΌberschreiten bereits zum Berichtszeitpunkt ein durchschnittliches Tagesvolumen deutlich.

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Klare Logik

Analysten nehmen zwar die Ablehnung des Monsanto-Angebots durch den Syngenta-Verwaltungsrat zur Kenntnis. Gleichzeitig wird aber auf die Logik hinter einem Zusammenschluss hingewiesen und nun, da eine Offerte unterbreitet wurde, wird die Wahrscheinlichkeit einer Transaktion hΓΆher eingeschΓ€tzt als zuvor.

Es stecke eine klare Logik hinter dem Angebot von Monsanto an Syngenta, kommentierte ein Analyst von Kepler Cheuvreux. Der US-Konzern benΓΆtige neue Agrochemie-Produkte, weil das Saatgut des Konzerns eine zunehmende Resistenz gegenΓΌber den angebotenen Pflanzenschutzmitteln entwickle. Eine Kombination der weltweiten Nummer Eins im Bereich Saatgut mit dem WeltmarktfΓΌhrer bei Agrochemie-Produkte wΓΌrde ein Β«PowerhouseΒ» mit einer unΓΌbertroffenen Marktdurchdringung schaffen.

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen

Auch wenn Syngenta das jetzt vorliegende Angebot ablehne, sei das letzte Wort damit noch keineswegs gesprochen, ist man am Markt ΓΌberzeugt. Neben Monsanto kΓΆnnten sich durchaus auch andere Interessenten melden, ist zu hΓΆren. Es sei eine Chance, die sich Monsanto nicht entgehen lassen dΓΌrfte, heisst es auch. Und ein Experte der ZΓΌrcher Kantonalbank kommentiert, dass die Wahrscheinlichkeit einer wertsteigernden Transaktion gestiegen sei, da erstmals ein konkretes Kaufpreisangebot vorliege.

Konkreter wird der Spezialist des Brokerhauses Liberum. Er meint, dass der aktuelle Aktienkurs von Syngenta durch die Entwicklung der Wechselkurse und Rohstoffpreise gedrΓΌckt sei, wie dies auch das Syngenta-Management geltend mache. Zudem liege die Monsanto-Offerte nur um 10 Prozent ΓΌber dem HΓΆchstkurs der Syngenta-Titel aus dem Jahr 2013. Es scheine somit, dass Monsanto ΓΌber 500 Franken je Aktie bieten mΓΌsste, um die Zustimmung des Syngenta-VR zu erhalten.

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(reuters/awp/ccr)

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