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UPC

Fehlstart beim TV-Sender MySports

Kabelnetzbetreiber UPC rechnete dank seines neuen Kanals MySports mit mehr Umsatz und Abos. Passiert ist das Gegenteil.

Philipp Albrecht

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ยซEs fรคgtยป: Programmchefin Steffi Buchli will jetzt bei MySports erst richtig loslegen. Keystone

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Der Chef von UPC war ยซguter Dingeยป. Obwohl Eric Tveter vor Jahresfrist weniger Umsatz und TV-Kunden vermelden musste, war er optimistisch. Ein Grund fรผr seine Zuversicht war die anstehende Lancierung des eigenen Kanals MySports Anfang September.

Doch es kam ganz anders. Aktuelle Zahlen zeigen, dass UPC im letzten Quartal 2017 sogar 5000 Internet- und 3000 TV-Kunden verlor. Der letztjรคhrige Umsatz schrumpfte im Vorjahresvergleich um 15 Millionen auf 1,349 Milliarden Franken. Und das trotz Ex-SRF-Moderatorin Steffi Buchli und exklusiven TV-Rechten an Schweizer Eishockeyspielen. MySports landete hart.

Enttรคuschend wenig Kunden

Oder doch nicht? Denn zum Halbjahresjubilรคum freute sich UPC in einer Medienmitteilung, dass man wรคhrend dieser Zeit schon ยซrund 50 000 Abonnenten gewinnenยป konnte. Programmchefin Buchli teilte mit, dass es in den Studios am Zรผrichsee ยซrichtig fรคgtยป, und kรผndigte an, dass man jetzt erst richtig loslege.

Die Zahl 50'000 entfaltet ihre Wirkung erst, wenn man sie ins Verhรคltnis zu den potenziellen Kunden setzt. Das sind im Falle von MySports 2,37 Millionen. Sie alle haben einen Kabelanschluss bei einem der 200 im Verband Suissedigital organisierten Kommunikationsnetzanbietern wie Quickline oder GGA Maur. Alles potenzielle MySports-รœbertrager. Bis Anfang Mรคrz konnte UPC 21 Partner ins Boot holen.

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ยซGuter Dingeยป: UPC-Chef Eric Tveter setzt auf die langfristige Perspektive.RMS
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ยซGuter Dingeยป: UPC-Chef Eric Tveter setzt auf die langfristige Perspektive.RMS
Doch eine Durchdringung von gerade mal zwei Prozent ist auf dem immer stรคrker umkรคmpften Sport-TV-Markt enttรคuschend wenig. Zwar kรถnnte die Partnerschaft mit anderen Kabelfirmen langfristig zu einer hohen Durchdringung fรผhren, nur leider bringt das UPC wenig. Denn der Partner steckt die 25 Franken monatliche Abo-Gebรผhr selber ein.

Gratiszeit lรคuft aus

Weiter kรถnnten jetzt nach Ende der Eishockeysaison viele Abonnenten wieder abspringen. Vor einem Jahr konnte man sich bei MySports umsonst anmelden, wenn man bei UPC neu ein Premium-TV-Abo abschloss. Die Gratiszeit lรคuft nun aus.

ยซRund 50 000 Abonnenten nach nur einem halben Jahr ist fรผr uns sehr zufriedenstellendยป, teilt UPC mit. MySports habe das langfristige Ziel, zum Schweizer ยซHome of Sportsยป zu werden. ยซDen Grundstein dafรผr haben wir mit der Sicherung attraktiver Sportrechte und der Verpflichtung ausgewiesener Fachleute erfolgreich gelegt.ยป

Ralf Beyeler, Telekom-Experte bei Moneyland.ch, ist da weniger optimistisch. Zwar brauche es Zeit, bis sich ein solches Angebot etabliere, doch das Problem liege wahrscheinlich woanders: ยซEin Grund dรผrfte das grosse Angebot im Pay-TV sein, vor allem mit den vielen Sendern aus den Nachbarlรคndernยป, sagt er.



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