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Smartwatch

Statt smarte Uhr: IWC setzt auf smartes Armband

IWC will seine Uhren schlauer machen. Doch das Schaffhauser Traditionshaus baut keine Smartwatch im eigentlichen Sinn. Stattdessen wird das Armband der Uhr mit Β«smartenΒ» Funktionen ausgestattet.

Dominic Benz

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IWC macht nicht die Uhren per se intelligent, sondern das Armband.Β Β PR RMS

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Seit der AnkΓΌndigung der Apple Watch steht die Schweizer Uhrenindustrie Kopf. Die Eidgenossen bangen um ihre UmsΓ€tze. Auf die Bedrohung reagieren hiesige Uhrenbauer wie Swatch, Mondaine und FrΓ©dΓ©ric Constant mit eigenen vernetzten Zeitmessern. Auch Tag Heuer schaut nicht tatenlos zu. Die Luxus-Uhrenmarke holte sich fΓΌr die geplante Smartwatch gar die US-Konzernriesen Intel und Google an Bord.

Nun will auch das Schaffhauser Traditionshaus IWC seine Uhren intelligenter machen. Allerdings baut der Hersteller keine Smartwatch im eigentlichen Sinn. Stattdessen wird das Armband der mechanischen Uhren mit Β«smartenΒ» Funktionen ausgestattet. GebΓΌndelt werden diese im neuen Tool Β«IWC ConnectΒ».

Verbindung mit Internet der Dinge

Dabei handelt es sich um einen kleinen, runden Pin, der im Armband integriert ist. TrΓ€ger kΓΆnnen sich damit in das Β«Internet der DingeΒ» verbinden, um zu Hause beispielsweise Lichtschalter, KΓΌhlschrΓ€nke oder Temperaturregler bedienen zu kΓΆnnen. Gleichzeitig dient er als Fitnesstracker oder Schrittmesser.

Daten lassen sich per Bluetooth an mobile GerΓ€te ΓΌbermitteln. Das soll Β«zusΓ€tzliche GerΓ€te am anderen Handgelenk ΓΌberflΓΌssigΒ» machen, wie IWC-Chef Georges Kern auf der Homepage des Uhrenbauers zitiert wird.

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Eine Uhr von IWC bleibt eine IWC

Interesse an einer Β«richtigenΒ» Smartuhr hat IWC offenbar nicht. Denn trotz intelligenter Funktionen will das Luxushaus die Γ„sthetik und das Design der Zeitmesser nicht anrΓΌhren. Es sei das Wichtigste, dass sich an den Uhren selber nichts Γ€ndere, sagt Kern. Β«Eine IWC ist und bleibt ein handgefertigter mechanischer Zeitmesser.Β»

Laut IWC werde der Pin anfangs in die ArmbΓ€nder der Fliegeruhren-Modelle integriert. FΓΌr die Entwicklung habe man sich mit einem Unternehmen fΓΌr Digitaltechnik zusammengetan. Der Name der Firma will der Uhrenbauer auch auf Nachfrage nicht verraten. Ebenfalls unbekannt sind der Verkaufsstart sowie genauere Details ΓΌber die FunktionalitΓ€t des Pins. Weitere Informationen sollen in den kommenden Monaten folgen.

Funktion und Fashion

Mit Β«IWC ConnectΒ» gehen die Schaffhauser den gleichen Weg wie die Schwestermarke Montblanc. Beide gehΓΆren zum Schweizer LuxusgΓΌtergiganten Richemont. Auch Montblanc hat seine Uhr nicht per se, sondern das Armband intelligenter gemacht.

Fraglich ist, ob diese LΓΆsung der Smartwatch-Bedrohung durch Apple die Stirn bieten kann. Allerdings ist es bisher noch keinem Anbieter richtig gelungen, die hohen AnsprΓΌche an smarte Funktionen und Fashion in einer Uhr zu vereinen. Das ist bei der Apple Watch nicht anders.

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