Google will mit dem Kauf von Motorola Mobility sein Android-Universum gegen Patentstreitigkeiten schützen. Doch die Ratingagentur S&P zweifelt an der Wirksamkeit von Googles Entscheidung.
Laura Frommberg
Google will seinen Androiden vor Patentstreit schützen. (Bild: Keystone) RMS
Standard & Poor's (S&P) hat Zweifel an Google’s neusten Kaufplänen. Die Ratingagentur stufte die Aktie des Suchmaschinen-Giganten von «Kaufen» auf «Verkaufen» herab. Die Analysten der Agentur sehen in der Übernahme des Handyherstellers Motorola Mobility ein erhöhtes Risiko für Unternehmen und für die «GOOG»-Aktien. In Folge der Herabstufung gaben die Google-Aktien um zwischen drei und vier Prozent nach.
«Aber das Android-Gebilde wird dadurch nicht unbedingt vor weiteren Rechte-Kämpfen geschützt», so Kessler. Weitere Zweifel hegt er daran, dass Google den Kauf bis Anfang 2012 abschliessen will. «Das dürfte etwas länger als erwartet dauern», so der Analyst.
Motorola Mobility berge zwar ein ausgiebiges Patent-Portfolio – aber ob das Google mit seinem Betriebssystem Android wirklich vor weiteren Klagen schützen werde, zweifelt man bei der Ratingagentur an, wie Kessler in einem Communiqué erklärte.
Auch die Wirkung auf Wachstum, Margen und Bilanz des Internetkonzerns schätzt er negativ ein. «Google ist ein unheimlich profitables Unternehmen. Wir sprechen hier von operativen Margen von etwa 40 Prozent. MMI hingegen bewegt sich da im unteren einstelligen Prozentbereich», so Kessler im Gespräch mit dem amerikanischen Fernsehsender CNBC.
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Trotzdem geht man bei S&P davon aus, dass Googles Einkaufstour weiter geht. In dem stark gestiegenen Wettbewerb erwarte man, dass der Internetkonzern sein Geld für weiteres Wachstum ausgeben will.