Der geplante teilweise Börsengang (IPO) des Schweizgeschäfts der Credit Suisse wird unwahrscheinlicher. Davon sind Experten nach der heutigen
Präsentation der Zahlen für 2016 überzeugt. Offenbar stellt die Bank das Grossprojekt auf den Prüfstand. «Die Wahrscheinlichkeit für einen IPO ist gesunken», sagt Vontobel-Experte Andreas Venditti. «Die Credit Suisse schlägt neue Töne zum geplanten Börsengang an», deutet Javier Lodeiro, Experte bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB), den Auftritt von Konzernchef Tidjane Thiam vor Analysten.
Im Oktober 2015 hatte der eben angetretene Chef der Credit Suisse sein Sanierungsprogramm für die Schweizer Grossbank präsentiert. Dazu gehörte unter anderem
ein teilweiser Börsengang des Schweizer Geschäfts bis Ende 2017. Der IPO sollte den Wert der Einheit taxieren und zusätzliche Milliarden in die Kassen spülen. Seit vielen Monaten arbeitet man bei der Credit Suisse nun intensiv an dem Grossprojekt.